Fernreise mit Kindern: Ja oder Nein?

Das „Interview: Elternzeit in Downunder“ hat positive Reaktionen hervorgerufen. Aber nicht nur. Eine Facebookleserin hat folgende kritische Anmerkungen dazu gegeben: „Ich denke schon, dass Mama und Papa hier bestens bemüht waren, dem Kleinen eine gute Reise zu ermöglichen. Aber: Was hat das Kind in Summe davon gehabt? Viel Unbekanntes…wenig Sicherheit…Stillsitzen, aushalten, überbrücken…wenn ich mir vorstelle, was unsere eigene Neuseeland Reise für unsere Kinder (5 und knapp 1) bedeutet hätte – unterm Strich doch eher unser Eigennutz?! Ich sehe es aber auch insgesamt eher von der anderen Seite. Statt „Warum denn nicht?“ eher „Warum das Ganze? Und warum zu so einem Zeitpunkt im Leben?“ Das hat mich dazu animiert, eine kleine Facebookumfrage zum Thema „Fernreise mit Kindern: Ja oder Nein?“ zu starten. Und siehe da: Die Facebookgemeinde ist sich alles andere als einig. Das hätte ich mir eigentlich denken können. Das ist ungefähr so wie beim Thema „Stillen: Ja oder Nein?“ oder „Kita mit einem Jahr: Ja oder Nein?“ In den Kommentaren zur Umfrage wurde die Beantwortung der Frage unter anderem davon abhängig gemacht, ob ein Kind ein „Im-Flugzeug-Schläfer“ ist. Oder auch in welches Land die Reise gehen soll: „Hängt vom Fernreiseziel ab – ich würde mit meinem Kleinkind sicherlich in die USA reisen, aber nicht in ein tropisches Land wegen eventueller Krankheiten, gegen die man ein Kleinchen noch nicht impfen bzw. Medis geben kann. Malaria mit 2 Jahren? Uncool…“ Interessant auch: Eine Leserin macht ihre Entscheidung für eine Fernreise davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt das Kind das Reiseziel erst wirklich bewusst erleben kann. Und wiederum eine andere vertritt die Überzeugung, dass auch der längste Flug vorbei geht und dann das Reiseziel die Mühe belohnt. Dies sind die Argumente, die teilweise auch in mir kämpfen. Eigentlich die klassischen Argumente, oder? Einen Flug hat unser Reisemäuschen bisher bravourös gemeistert. Wie wird es auf dem nächsten sein? Meine Vermutung: Mutter mit Flugangsthormonen vollgepumpt. Vater am Blödeln. Kind entspannt. Ich werde berichten. Bis dahin: Leben und leben lassen. Ich glaube, wir alle wollen das Beste für unsere Kleinen.

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