Flugangst besiegen: gesammelte Tipps

Seid Ihr auch solche Kandidaten, die unter fieser Flugangst leiden und es dennoch nicht sein lassen können, in diese Blechvögel zu steigen? Willkommen im Club der „Aviophobiker“. Außer Afrika habe ich bisher jeden Kontinent mit dem Flieger erreicht und fand es nicht ein einziges Mal halbwegs entspannt. Seitdem unser Reisemäuschen mitfliegt, ist es fast noch schlimmer geworden. Und was tut die Mutter: Einen Flug nach Ägypten buchen. Na, herzlichen Glückwunsch! Im heutigen Artikel habe ich gesammelt, was mir hilft, was Reisemeisterei-Leser empfohlen haben und was das Internet zu dem Thema sagt. Zu guter letzt noch die Meinung unserer Kinderärztin zum Thema „Flugangst bei Kindern“.

Was mir gegen Flugangst hilft

Vorab: Meine Flugangst verschwindet nicht. Leider. Es gibt allerdings einige Dinge, die die Panik etwas dämpfen. Im Vorabend-Check-In kann ich dafür sorgen, dass das Koffer aufgeben am Flugtag mich nicht noch zusätzlich stresst. Sollten Familien meiner Meinung nach grundsätzlich so handhaben. Alkohol kann helfen. Je älter ich werde, umso mehr Abneigung habe ich aber vor einem Rotweinrausch morgens um halb sieben…Atemübungen: Ich vergesse gern mal auszuatmen, wenn ich gestresst bin. Also ganz bewusst ein- und ausatmen. Am Fenster sitzen: Ich lasse mich gern vom Ausblick faszinieren. Über Grönland und der afrikanischen Küste hatte ich tatsächlich deshalb keine Flugangst. Einen Blick auf den Piloten erhaschen: Die Tatsache, dass tatsächlich da vorne einer seiner ganz normalen Arbeit nachgeht und wir nicht ferngesteuert werden. Das ist enorm hilfreich. Kommt aber sicher auf die Art der Angst an. Händchen halten: Geht nur mit netten Mitreisendem. Wobei: Zwischen Singapur und Frankfurt hat mir sogar mal eine Unbekannte ihre Hand angeboten…Grundsätzlich nehme ich zudem auch Medikamente, aber zufrieden bin ich damit nicht. Vor allem dann nicht, wenn man nach der Landung gleich beruflich nüchtern in einer Sitzung erscheinen sollte.

Die Flugangsttipps der Reisemeisterei-Leser

Vielleicht gibt es da draußen ja noch mehr Hinweise, wie Ihr und ich das in den Griff kriegen können? Deshalb habe ich jetzt auf den sozialen Netzwerken, die zu diesem Blog gehören, gefragt: Was tut Ihr gegen Flugangst und kann ich mir da was abschauen? Vielen Dank für Eure Antworten. Auf Facebook hat Tanja die entgegengesetzte Erfahrung wie ich gemacht. Flugangst? „Hab ich, seit ich Mami bin keine mehr – da ich nur damit beschäftigt bin mich ums Kind zu kümmern und hoffe das ich ohne Nervenzusammenbruch am Urlaubsort ankomme!“ Valeria favorisiert auf Google+ die klassische Variante: „Also ich stürz mich immer in ein Buch.;-)“. Und auf Twitter ist Mike ganz radikal: „Nicht fliegen hilft.“ aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, schlägt er vor, auf gute Filme zu hoffen. Katrin und Ingo scheinen ebenfalls auf Twitter erleichtert zu sein, dass sie beide nicht betroffen sind. Katrin weiß von Freunden zu berichten, die Valium nehmen und Ingo legt mir ein Flugangstseminar zum Beispiel von der Lufthansa ans Herz.

Flugangst: Tipps aus dem Internet

Ein E-Book verspricht schnelle Überwindung der Flugangst. Allerdings bin ich da skeptisch. Mehr Vertrauen habe ich in den medikamentösen Schlaghammer und nutze diesen auch jedes Mal. Hier eine Übersicht der starken Medikamente, wenn leichtes wie Baldrian nicht hilft. Natürlich ist auch Meditation ein probates Mittel gegen die Panik. Dazu habe ich auf Youtube ein Video mit Auszügen einer CD gefunden:

Flugangst: Weitere Listen mit Tipps

Natürlich bin ich nicht die einzige, die sich mit dem Thema „Flugangst“ beschäftigt. Über die richtige Wahl des Sitzplatzes (Gang, erste Reihe, Notausgang) und die Stressvermeidung vor dem Flug (Koffer rechtzeitig packen!), Ablenkung während des Fluges (Zeitung, Musik) bis hin zum Informieren der Flugbegleiter und der Beschäftigung mit Faktenwissen (Nur ein Unfall kommt auf 2.400.000 Flüge!) finden sich im Artikel „10 Tipps gegen Flugangst“ wirklich gute und hilfreiche Tipps.

Flugangst bei Kindern

Zu guter letzt habe ich unsere Kinderärztin diese Woche gefragt, was sie bei Flugangst von Kindern empfehlen würde. Sie schaute mich an wie ein Auto: „Diese Frage wurde mir noch nie gestellt.“ und nach längerem Nachdenken: „Kindern ist es eigentlich egal, ob der Urlaub in Thailand oder dem Allgäu stattfindet. Meiner Meinung nach sind es eher die Eltern, die weit weg fliegen wollen. Und wenn Kinder Angst haben, sollten sie auf dem Boden bleiben.“ Antje von meehr-erleben hat sich interessante Gedanken zu Beruhigungsmitteln für Kindern auf Flügen gemacht. Und noch einen interessanten Artikel über Flugangst bei Kindern habe ich bei „Flugangstlos“ gefunden.

Den für mich tollsten Tipp habe ich von Nadine auf Google+ bekommen: So wenig wie möglich zu fliegen. „Bringt erst noch tolle Geschichten von Überlandreisen mit sich…“ Wenn Ihr weitere Tipps oder Flugangstgeschichten zu berichten habt, nur immer rein damit in die Kommentare. Ihr wisst ja: Kommentare, Likes und Follows sind der Blogger Lohn…

In diesem Sinne: Guten Flug!

Ich danke www.ebookers.de für die freundliche Unterstützung dieses Artikels.

10 Kommentare zu “Flugangst besiegen: gesammelte Tipps

  1. Mit Flugangst haben wir zum Glück keine Probleme. Ich mag aber auch gar nicht dran denken wie schlimm es wohl damit sein muss. Da bleibt mir nur euch von Herzen alles Gute zu wünschen und das ihr hoffentlich bald ein gutes Gleichgewicht fürs Fliegen findet.

    Liebe Grüße
    Christina

    1. Liebe Christina, und ich wiederum kann mir gar nicht vorstellen, dass man in ein Flugzeug einsteigen kann wie ich in einen Bus. Es hilft zumindest, ein quakendes Kleinkind als Ablenkung mitzunehmen. Das der Flug dann entspannter ist, muss ich allerdings vehement verneinen 😛 Liebe Grüße, Christina

  2. Ich bin leider auch ein kleiner Angsthase was das Fliegen betrifft. Sehr zu meinen Ärgernis, weil ich liebend gerne und auch dementsprechend viel rumreise. Deshalb versuche ich auch, Flugreisen möglichst zu vermeiden und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Oft funktioniert dies auch, aber bei vielen Reisezielen lässt sich das Flugzeug nicht vermeiden. Außer man nimmt ewig lange Anreisezeiten mit dem Schiff in Kauf. Bleibt mir keine andere Wahl als zu fliegen, bereite ich mich bestmöglichst auf die Angstsituation vor: Ich nehme mir ein gutes Buch zur Ablenkung mit, homöopathische Mittel zur Beruhigung und überlege mir Entspannungsübungen um möglichst relaxt zu bleiben. Bis jetzt bin ich mit dieser Methode ganz gut gefahren und immer heil am Ziel angelangt. 🙂

    1. Liebe Claudia. Ja, es gibt mehr von uns Angsthasen, als man denken mag. Gestern auf dem Rückflug von Ägypten saß eine Frau mit Platzangst neben mir. Sie hat das ganze auch nur mit Bachblüten-Rescue-Tropfen überstanden. Vielleicht ist es eine ganz gute Strategie, es eben nicht zu vermeiden, aber sich nicht andauernd seiner Angst auszusetzen. Denn Reisen soll ja nebenbei auch noch Spaß machen. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim „Deiner-Angst-ins-Auge-schauen“!

  3. Du hast mein volles Mitgefühl – ich hasse Fliegen auch, dieses Eingepferchtsein mit so vielen Menschen, den Piloten, in dessen Hände ich mein Leben lege, nicht mal sehen zu können, und dann so unglaublich weit weg vom Erdboden zu sein – der Mensch gehört einfach nicht in die Luft! Ich zumindest nicht. Deshalb gehe ich auch weitestgehend mit dem Ratschlag von Nadine konform. Aber wenn das nächste große Reiseziel Amerika lautet, wird das mit den Überlandreisen schwierig…
    Ein einziges Mal hatte ich keine Angst, oder wenigstens nur kaum. Da war das Flugzeug von Dublin nach Hause kaum halb voll, und meine Schwester und ich saßen direkt beim Personal. Ich fand es hochgradig unangemessen, dass Steward und Stewardess in unserer Hörweite ungeniert über das Privatleben ihrer Vorgesetzten ablästerten, aber immerhin hat es mich wunderbar abgelenkt und mir die Gewissheit vermittelt, dass sie keinen unmittelbar bevorstehenden Absturz erwarten. 🙂

    1. Ein volles Flugzeug macht mir auch immer Angst, zusätzlich zur Enge noch so viel Menschen auf einem Haufen, Schreck lass nach :-O
      Ich beobachte das Bordpersonal auch ganz gern. Wenn die cool sind, fühl ich mich sicherer. Aber nach Ägypten nächste Woche kommt das bewährte Bromazepam (leider) wieder zum Einsatz. Ich werde, wenn möglich, live berichten, wies mir damit geht. Nach Amerika wäre eine Fährüberfahrt sicher eine gute Grundlage für tolle Geschichten, aber die Zeit sollte man dann auch haben…

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