Glück auf Reisen: Was heißt das als Familie?

Im März habe ich über das Glück vor dem Reisen als Familie und vom Glück als Familie unterwegs geschrieben. An meiner folgenden Blogparade „Glück auf Reisen“ haben sich Blogger mit 37 überwältigenden und fantastischen Beiträgen beteiligt. Alle haben uns Einblick nehmen lassen in Ihre Gedankenwelt, Gefühle, Sehnsüchte, Sorgen und fernwehauslösenden Erinnerungen an unglaublich tolle Reisemomente. Wisst Ihr was? In die Artikel eintauchend habe auch ich Glücksmomente gehabt. Und jetzt soll ich das einfach so in einem zusammenfassenden Artikel durchhechten? Den tollen Beiträgen jeweils vielleicht einen Satz Raum geben? Nein, das geht nicht. Ich werde die Artikel Stück um Stück anschauen und ihnen die Wertschätzung geben, die sie verdient haben. Den Anfang mache ich heute mit den Glücksartikeln, die Eltern geschrieben haben.

Lena von family4travel fragt sich, warum man nicht einfach als Familie zuhause glücklich sein kann. Ist denn Reisen notwendig? Sie kommt zu dem Schluss, dass die Einheit, zu der man als Familie unterwegs zusammenwächst und das gemeinsame Lernen unterwegs Reisen wertvoll und sogar erforderlich machen. Sie beschreibt auch, wie einer ihrer Söhne lernte, durch Couchsurfing offen fremden Menschen gegenüber zu werden. Und von einen absoluten Glücklichmacher auf Reisen schwärmt sie ganz besonders: Der Freiheit, unterwegs sein Leben selbst gestalten zu können. Völlig ohne Alltagszwang.

Nadine von Planet Hibbel stellt systematisch eine Liste von 10 Glücklichmachmomenten auf, um so einer Antwort näher zu kommen, was auf Reisen glücklich macht. Sie träumt sich zurück auf ein romantisches Hausboot in Holland, einen nächtlichen Pool in Australien und stille Momente ganz allein in der Natur. Und macht eine Feststellung, die wir als Eltern doch so gut kennen: Sind die Kinder gesund und schlafen durch, dann sind die Chancen für eine gelungene Reise richtig groß.

Für Antje von meehr-erleben ist das Unterwegs sein an sich bereits ein wichtiger Faktor zum Reiseglück. Was sie zusätzlich als Mutter zu schätzen gelernt hat: Dass sie mit Kindern die Welt neu entdeckt. Sie achtet viel mehr auf die kleinen Dinge am Wegesrand, lernt unterwegs mehr Menschen kennen und hat jede Menge Spaß.

Jenny von Weltwunderer hat hat den Spieß herumgedreht und 7 Punkte genannt, die man vermeiden sollte, um eine Reise zumindest nicht zum „Unglücksfaktor werden zu lassen. Darunter ganz logische, aber leider oft missachtete Regeln. Sich im Vorhinein vernünftig über sein Reiseziel informieren, seine Erwartungen an die Reise nicht zu hoch stecken und die Bedürfnisse der Kinder und Erwachsenen gleichermaßen zu berücksichtigen. Übrigens: Falls Ihr Euch für eine Familienreise in Neuseeland interessiert, habt Ihr in Jenny die richtige Ansprechpartnerin gefunden.

Sophie von BerlinFreckles nimmt die Anreise zum Urlaubsort in ihrem Glücksartikel genauer unter die Lupe. Glück auf Reisen ist für sie bereits erlebbar, bevor man überhaupt angekommen ist. Sie erzählt uns von einer wirklich turbulenten und verspäteten Zugfahrt. Und trotzdem: Staunende Kinder mit platt gedrückten Nasen an den Fensterscheiben. Wanderungen vom einen Ende des Zuges zum anderen. Und ein Schaffner, der für ein besonderes Erlebnis sorgte: Einmal zu erfahren, wie es ist, im Cockpit (wenn auch im hinteren des ICE) durch einen Bahntunnel zu fahren.

Der Reisepapa Henrik stellt fest: Es gibt ein Reiseglück vor und nach dem Elterndasein. Vor seinem Leben als Papa war es vor allem das häufige Fliegen in europäische Städte mit vollgepacktem Programm, was bei ihm Glücksgefühle auslöste. Als Papa stellte er fest, dass sein Glück vor allem dadurch ausgelöst wurde, dass er das Glück seiner Tochter unterwegs erleben durfte. 

Für Ines von my family on tour schlägt das Reiseglück blau-weiß. Sie hat ihr Herz an Griechenland und seine unbeschreiblichen Farben verloren. Sie stellt fest, dass ganz Gegensätzliches sie auf Reisen glücklich macht. Entspannung und Anspannung, Neues und Bekanntes, das Reduzierte und das Exclusive. Sie stellt fest, dass die Freiheit, die oft ein Baustein zum Glück unterwegs ist, durch Kinder eingeschränkt ist. An dessen Stelle ist das Glück getreten, gemeinsam die Welt entdecken zu können und sogar gemeinsam einen Urlaub zu planen.

Gminggmangg stellt ihrem Artikel voran, dass Reisen mit Kindern nervig und anstrengend sein kann. Betrachtet sie das Reiseglück als Familie, kommt sie zum Ergebnis: Das gemeinsame WIR unterwegs ist ganz wichtig. Besonders zu schätzen weiß sie, dass Kinder als Schlüssel zu fremden Kulturen wirken. Der Kontakt zu Einheimischen ist schneller hergestellt, die Herzlichkeit intensiver und die Nähe zueinander größer.

Tafjora: Und noch ein Mama-Blog trägt glückliche Reiseerinnerungen aus ihrer Kindheit im Herzen. Diese möchte sie an ihre Kinder weitergeben. Glücklich macht sie dabei mehr das Zusammensein als der Urlaubsort an sich. Sie liebt es vor allem, dass auf Reisen alles anders schmeckt, anders riecht und sich anders anfühlt. 

Maria Bettina von Maailma findet ihr Glück auf Reisen darin, gemeinsam mit der ganzen Familie in einen kulturellen Flowzustand hinüberzugleiten. Sie liebt es, gemeinsam tolle Bauwerke oder Museen zu entdecken. Ihr Blog trägt passenderweise den Untertiel „Kunst und Reisen mit Kindern“.

Welchem Artikel könnt Ihr am ehesten zustimmen? Oder könnt Ihr ein Reiseglück gar nicht nachvollziehen?

10 Kommentare zu “Glück auf Reisen: Was heißt das als Familie?

  1. Eine schöne Auflistung von glücklichen Reisenden. Ich bin auch ein Papa und es ist wunderbar als Familie zu verreisen. Die vielen entspannten Momente, die man gemeinsam mit seinen Lieben im Urlaub erlebt, sind für mich das wahre Glück auf Reisen.

    1. Danke 🙂 Ich war auch total begeistert von den Artikeln. Jeder hat einen unterschiedlichen Ansatz zum Glück. Was ist für Dich Glück auf Reisen?

Kommentieren