Meine Angst vor Unfällen und Krankheiten auf Reisen und was ich dagegen tue

Ich liebe Reisen. Das habe ich schon immer getan. Seitdem ich schon als Baby von meiner Mutter auf der Motorhaube des Autos irgendwo im Angesicht von Schweizer Bergen gewickelt wurde. Seitdem ich gelernt habe, Anzeigetafeln auf Bahnhöfen zu lesen. Grundsätzlich bin ich neugierig auf neue Länder und auch neue Regionen Deutschlands. ich vertraue darauf, dass alles irgendwie schon werden wird und ich heil wieder zuhause ankomme. Mit unseren Kindern ist das Reisen etwas weniger spektakulär geworden. Nicht, weil ich nicht weiterhin neugierig wäre. Tatsächlich ist es mir derzeit einfach etwas zu anstrengend mit unserem rothaarigen Wildfang, aufregendere Urlaube zu planen. Dazu der Umzug ins eigene Haus. Unsere zweite Tochter. Da treten weit entfernte Reiseziele etwas in den Hintergrund und das Kraft tanken in den Vordergrund. Und bis es wieder soweit ist und wir in die Ferne schweifen, zehre ich gern von der Erinnerung an Kanada, Israel, Australien, Ägypten oder auch Thailand oder Paraguay.

Und auch, wenn ich soviel Urvertrauen beim Reisen habe, gibt es dennoch eine Sache, die mir immer wieder Sorgen bereitet.

Habe ich Angst vor Geldmangel?

Nein, bisher ist bei uns noch keine Reise aufgrund von Geldmangel in die Binsen gegangen. Auch wenn ich schon mit sehr wenig Budget reisen musste: Geklappt hat es doch immer. Wichtig ist nur das Rückreiseticket 😉 Dann wird es halt der Bummelzug, der als Übernachtungsgelegenheit dient. Oder man trampt. Oder das Frühstück stammt günstig aus dem nächsten Supermarkt. Kein Thema. Gerade auf Reisen mit wenig Geld habe ich schon die größten Abenteuer erlebt.

Habe ich Angst vor Kommunikationsproblemen?

Quatsch. Selbst alleine in Thailand. Spontan innerhalb von einer Woche beschlossen. Selbst da hat es doch irgendwie mit Händen und Füßen geklappt. Wichtig ist doch nur, dass man herausbekommt, wo der nächste Bus hält. Oder wie man wo an etwas Essbares kommt. Oder wo man schnell zu einer Toilette findet.

Habe ich Angst vor dem Flug?

Viele Reiseziele lassen sich leider nur mit dem Flugzeug erreichen. Das ist für mich persönlich nicht besonders angenehm. Bis vor einigen Jahren musste ich deshalb sogar Medikamente einnehmen, um diese Zeit zu überstehen. Oder ein bis zehn Gläser Rotwein wie im Flieger von Singapur nach Frankfurt. Aber das ist nun mal die bittere Pille, die ich schlucken muss, um die Welt entdecken zu können. Tipps dazu habe ich vor einigen Jahren für Euch zusammengestellt. Inzwischen – Toi toi toi – ist es viel besser geworden. So ein Kind lenkt auch ziemlich davon ab.

Habe ich Angst vor Krankheiten und Verletzungen?

Ja. Ganz einfach und klar gesagt. Ich habe Angst, mir aufgrund von Krankheit oder Verletzung an einem fremden Ort nicht helfen zu können. Noch schlimmer: Sollte etwas unseren Kindern zustoßen. Der absolute Super-Gau für mich. Ich erinnere mich nur ungern an eine Szene vor einigen Wochen. Und die spielte sich in unserem örtlichen Krankenhaus und nicht in Timbuktu ab. Die großen Tochter war bei ihrer Freundin eine Bank auf den Zeh gefallen. Unser Weg führte uns auf schnellstem Weg in die Notaufnahme. Sie selbst war die Coolness in Person. Ließ sich röntgen, untersuchen, tapen. Und war stolz wie Oskar auf den gebrochenen Zeh. Ich hingegen stand kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch. Krankheiten und vor allem Verletzungen bei anderen ertrage ich noch schlechter als bei mir. Ich mag mir nicht ausmalen, wie solche eine Situation in einem örtlichen Krankenhaus von Sri Lanka abgelaufen wäre.

Was tue ich gegen meine Angst vor Unfällen?

Zuerst einmal habe ich möglichst meinen Mann an meiner Seite, der das genaue Gegenteil von mir ist. Er eilt zu Hilfe, wenn er gebraucht wird. Dann neige ich leider etwas dazu, meine Kinder in Watte packen zu wollen, was diese Risiken angelangt. Bei anderen Themen bin ich hingegen eher locker. Aber das wichtigste: Wir nehmen unterwegs immer ein Erste-Hilfe-Kit mit. Je nach Situation ist das nur Pflaster, Globuli und Wundspray. Oder auch mal eine größere Reiseapotheke, die man auch vorgefertigt online bei Shop Apotheke bestellen kann. Damit verschließe ich also meine Augen nicht, sondern bereite mich konkret auf Gefahrensituationen vor. Zumindest auf die, die ich selbst bewältigen kann.

Ganz verschwinden wird meine Angst vor Unfällen und Krankheiten wohl nicht, aber ich setze ihr etwas entgegen.

Ich danke Shop Apotheke für die Unterstützung dieses Artikels.

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