Per Instagram durch Vietnam – Tag 16 bis 29 #RMVietnam

Hallo aus dem etwas trüben Süddeutschland. Uns hat der „Reisekater“ erwischt. Wir hängen noch ein wenig zwischen den Welten. Jetlag, der uns morgens um 3 Uhr wach sein lässt. Wundern, wie sauber es doch in Deutschland aussieht. Etwas fremdeln mit der Heimat. Das ist normal und nach einigen Tagen verschwunden. Und auch ein gutes Zeichen. Sagt es doch, dass wir unsere große Reise vermissen und eine intensive Zeit als Familie am anderen Ende der Welt hinter uns liegt.

Hier unsere täglichen Instagram-Bilder der letzten zwei Wochen. Die ersten beiden Wochen findet Ihr hier. Übrigens: Unsere nächste Reise liegt direkt vor uns. In zwei Tagen schwirren wir ab gen Paris. Auch hier nehmen wir Euch auf Instagram gern mit. Folgt uns. Wir freuen uns darüber.

Ihr interessiert Euch mehr für Thailand? Dann lest hier weiter.

Unsere Packliste Vietnam mit Kitakind und Baby

Tag 16 – 14.3. Unser großes Mädchen hat es erwischt. Irgendwas im Essen ist ihr nicht bekommen und sie liegt flach. Den ersten Tag in Hoi An verbringen wir in unserer Air’b’n’B-Unterkunft und machen langsam. Abends zieht es uns aber dann raus, als es ihr besser geht. Wir durchstreifen die Innenstadt von Hoi An ohne Plan. Man sagt, es ist eine der 10 romantischsten Städte der Welt. Bei Regenwetter und umgeben von Regenponchons in rosa und blau wissen wir nicht so recht…Aber als das Wetter sich später am Abend bessert, können wir dann doch etwas von der kuscheligen Atmosphäre aufnehmen. Von Lampions erhellt hat diese Stadt tatsächlich ihren Reiz. Wobei die ungeheure Masse an Touristen (zu denen wir ja auch gehören) das wieder relativiert.

Einerseits gemütlich. Aber andererseits auch zu westlich. Am Straßenrand aufgereiht Bar an Restaurant an Backpacker-Hostel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 17 – 15.3. Spontan entschließen wir uns beim Frühstück zu einem gemeinsamen Kochkurs. Sozusagen der Klassiker unter den Touristen-Aktivitäten in Hoi An. Unser Gastgeber vermittelt uns an das „Tra Que Culinary Village“. Und er hat recht: Es ist nicht einfach ein Kochkurs, sondern ein wirkliches Erlebnis. Eingebettet in Kräutergärten lernen wir zunächst das vietnamesische Gärtnern. Werden durch die Gärten geführt. Dürfen Fußbad und Massage genießen. Und bekommen einen familieninternen Kochkurs. Ob damit allerdings nur andere potenzielle Kochteilnehmer vor uns geschützt werden sollen, wissen wir bis heute nicht. Denn wir sind weder leise noch schnell dabei 😉 Bananenblütensalat. Herzhafte Reispfannkuchen. Frische Sommerrollen. frittierte Frühlingsrollen. So lecker! In den Stories auf Instagram konntet Ihr auch ein Video mit Schnitzanleitung für Möhrenschmetterlinge und Tomatenschwäne sehen.

Welcome-Drink mit Froscheiern. Für einige Minuten glauben wir das sogar. In einem Land, dass Hunde und Katzen auf der Speisekarte verzeichnet, rechnen wir mit allem…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 18 – 16.3. Chillen am Strand! Nachdem uns unser Gastgeber uns sehr spezielle Orte wie ein vom Taifun kurz vor seiner Eröffnung zerstörtes Hotel gezeigt hat, ist Wellen hüpfen und entspannen dran. Wir genießen das Strandrestaurant „La Plague“ mit Kinderspielplatz und direkter Sicht aufs Meer. Spielen Karten. Futtern Cao Lao, das typische Nudelgericht Hoi Ans, das ihr im letzten Artikel sehen konntet. Sammeln Muscheln. Und lassen uns die Wellen um die Beine spritzen.

Der An Bang Beach ist derzeit der Hauptstrand, nachdem der Cua Dai-Beach vom Taifun fast völlig zerstört wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 19 – 17.3. Von Hoi An aus begeben wir uns ins touristische Nichts. Mit dem „Wohnebus“, wie es unsere Große nennt fahren wir 8 Stunden gen Süden bis auf die Halbinsel Vinh Hoa. An der Nationalstraße lässt uns der Busfahrer raus. Keiner versteht hier englisch und es nimmt uns ein „Taxi“ mit, dass nicht wirklich wie eines aussieht. Manchmal muss man halt einfach mutig sein. Und dann finden wir ihn: Unseren kleinen Traumstand. In keinen Reiseführer taucht er auf. Außer zwei Bungalows gibt es keine einzige Übernachtungsmöglichkeit am 10 km langen Strand. Genau das, was wir gesucht haben. Hier hüpfen wir endlos ins klare Wasser. Ich lerne endlich durch Wellen zu tauchen. Die Große wirft sich glücklich in die Brandung. Und wir genießen sehr entspannte Reisebekanntschaften. Hippie-Feeling geht auch mit Kindern.

Ohne Worte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 20 – 18.3. Morgens in die Wellen springen. Muscheln suchen. In die Hängematte. In der Mittagshitze im Schatten entspannen. Ich wusste gar nicht, dass wir so entspannt können…Abends gemeinsam mit anderen Reisenden zusammen essen. Reisetipps austauschen.

Es tut gut. Unser kleiner Urlaub auf der Reise. Erlebnisse sacken lassen. Runterkommen. Atem schöpfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 21 – 19.3. Heute ist uns nach Unternehmung und etwas Abenteuer. Die Große und ich dürfen mit an Bord eines Fischerbootes. Der Mann unserer Köchin zeigt uns die See rund um die Halbinsel. Einen kleinen Korallenstrand. Fischer mit ihren riesigen Netzen bei der Arbeit. Ganz schön aufregend, da mit ordentlich Seegang und zunächst einer kleinen Fahrt in einer Art Nussschale zum Fischerboot hin. Der deutsch TÜV hätte vermutlich die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Aber nach 3 Wochen Vietnam sind wir schon etwas abgebrühter. Zumindest haben wir eine Rettungsweste für die Große dabei. Man weiß ja nie…Auf Instragram konntet Ihr in den Stories ein Video vom mit Füßen lenkenden Käp’ten sehen. Eine tolle Mama-Tochter-Erfahrung. Abends haben wir dann unterwegs selbst gesuchte Muscheln verspeist. Lecker!

Ich liebe diese raue See. Und alles so ursprünglich. Manche sagen, Vietnam sei wie Thailand vor 30 Jahren. Das glaube ich gern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne Geruch, Lautstärke, Hitze und „Bedrängung“ sieht das irgendwie recht friedlich aus…

Tag 22 – 20.3. Heute ist Markttag. Was sich so unscheinbar anhört, erweist sich als grenzwertige, aber sehr interessante Aktion. Und es hat nichts mit den Märkten zu tun, die wir in den letzten 3 Wochen erlebt haben. Schon auf dem Weg dorthin werden wir angestarrt wie die Tiere im Zoo. Als einzige Westler weit und breit sind wir die Attraktion des Ortes. Streuende Hunde. Staubige Straßen. Ein alles überlagernder Geruch nach Fisch. Auf dem Markt überkommt uns nach dem Fansipan im Norden des Landes der zweite Kulturschock. Es lässt sich kaum beschreiben, was wir erleben. Die Kinder werden konstant befühlt. Alle kommen uns zu nah. Die Gerüche. Die feuchte Hitze bereits um 7 Uhr morgens. Der Lärm. Die niedrigen Wellblechdächer über dem gesamten Marktgelände. Reizüberflutung komplett.  Fast zu ursprünglich. Dennoch probieren wir Banh Kot – Minipfannkuchen. Frische Pho – klassische Frühstückssuppe. Und Zuckerrohrsaft. Eine Erfahrung fürs Leben.

Tag 23 – 21.3. Abschied von unserem kleinen Traumstand (Hier könnt Ihr mehr darüber lesen). Der in einigen Jahren vermutlich nicht mehr der gleiche sein wird. Ein Teil des Strand-Hinterlandes wurde bereits an ein Hotel verkauft. Die Entwicklung, die sich in Halong, Sapa, Da Nang und Hoi An abzeichnet, wird auch hier nicht Halt machen. Aber wir sind froh, diesen schönen Ort so erlebt zu haben. Wir haben uns entschieden, dass es für uns im Hochland um Da Lat weitergeht. Dort ist das Klima milder. Dadurch haben wir die Möglichkeit, aktiver zu sein. Und nach Stränden wie Mue oder Na Thrang ist uns nicht zumute.

Bye bye Du schöner Ort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 24 – 22.3. Da Lat überrascht uns. Positiv. Wir wussten, dass die Region sehr fruchtbar ist. Aber so viele schöne Blumen. Frisches Obst und Gemüse. So eine angenehme Atmosphäre. Zu Fuß trödeln wir durch die Stadt. Schnappen uns Leckereien aus einer französischen Bäckerei. Erbe der französischen Kolonialzeit. Erkunden den bunten Markt mit Unmengen an Avocados, Erdbeeren, Durian, Bohnen, Kaffee, kandierten Früchten, Blumen. Schlendern weiter gen Xuan Huong See. Eine kleine Tretbootrunde. Abends sind wir mit einer Vietnamesin und ihrem Sohn zum Essen gehen verabredet. Alles sehr gemütlich und entspannt.

Hat uns spontan an die Markthalle Stuttgart erinnert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 25 – 23.3. Wandertag! Wir genießen es, dass die Große schon alt genug für längere Wanderungen ist und die Kleine sich noch tragen lässt. Und so durchqueren wir einen Pinienwald Richtung Paradies-See. Zu Beginn lässt sich die Große nicht hinter dem Ofen hervor locken. Aber als sie bemerkt, dass es sich um einen Bannwald handelt, in dem einige Hindernisse überwunden werden müssen, ist sie auch begeistert von unserer „Abenteuer-Wanderung“. Am Ende wartet dann eine traumhafte Aussicht auf den Paradies-See. Später kommt uns die Idee zu einer spontanen „Streetfood-Tour“. Die Regel: Wir laufen einfach los. Der Reihe nach darf jeder an einem andere Streetfood-Stand eine Sache bestellen, auf die er Lust hat. Jeder probiert. Und weiter gehts. Definitiv eine der lustigsten Aktivitäten der gesamten Reise. In den Stories haben wir Euch mitgenommen in Bildern und Videos.

Hier hätten wir auch auf einem Elefanten reiten können. Wäre sicher schön gewesen. Aber wir unterstützen diese Tierquälerei nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 26 – 24.3. Unser Abflugtag rückt in Sichtweite. Das spüren wir auch daran, dass die Tage immer etwas anstrengender werden. Jeder sehnt sich langsam nach etwas. Sei es nach den Spielsachen, Freunden, mehr Wasserdruck in der Dusche, mal alleine sein, mehr Sauberkeit, Platz für sich, Ruhe. Wir sind zwar heute aktiv. Fahren mit der Seilbahn zum buddhistischen Meditationszentrum Truc Lam Temple. Sind aber alle nicht gut drauf. Zumindest einige schöne Momente wie das gemeinsame Fotografieren mit der Großen habe ich eingefangen.

Wir üben Bildaufteilung. Und wie stolz sie auf das Ergebnis ist…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im wirklich schönen „La Viet Coffee“, einer kleinen Kaffeemanufaktur, tanken wir auf. Eine Latte (die aussieht wie Milchkaffee), Croissants, Törtchen und frischgepresster Saft. Das tut gut.

Wenn uns das Fernweh packt, werden wir eine Tasse Kaffee aus diesem Café zuhause genießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 27 – 25.3. Reisetag. 8 Stunden verbringen wir im Sleeperbus. Inzwischen sind wir wirklich eingeübt als Reiseteam. Jeder weiß, für welche Gepäckstücke er verantwortlich ist. Was seine Aufgabe ist. Wie eine Seilschaft am Berg. Schön, als Familie auf dieser Reise noch ein Stück mehr zusammen gewachsen zu sein. Heute habe ich nur in den Stories etwas von mir gegeben.

Abends trödeln wir nur kurz durch die Backpacker-Straße vor unserem Hotel, besorgen Souvenirs, stellen uns auf zuhause ein.

Tag 28 – 26.3. Reisetag. Puh! 10 Stunden und 27 Minuten in der Luft warten auf mich. Ohne Unterbrechung. Und nach einer Übernachtung in Moskau nochmals 3 Stunden und 15 Minuten. Die Leser, die uns schon länger folgen, wissen, dass ich unter Flugangst leide. In einem sehr alten Artikel von 2013 habe ich bereits Tipps dazu gesammelt. Das Essen, nette tschechische Gesprächspartner rechts und links, das kleine Reisemäuschen und mehrere Komödien mit Cameron Diaz lenken mich halbwegs ab. Hört das eigentlich mal auf? Wenn Ihr Erfahrungswerte dazu habt, meldet Euch gern. Nachdem ich nun alle Kontinente bereist habe, flacht es etwas ab. Aber ich würde das Fliegen gern so sehr genießen wie Sven und die Große.

Tag 29. – 27.3. Reisetag. Nach einer Nacht im Transferbereich des Moskauer Flughafens bringen wir die letzten Flugstunden hinter uns. Hallo Heimat! Schön, wieder da zu sein.

Und schön, dass gleich die nächste Reise auf uns wartet…#RMParis 😀

Interessiert Euch eine Region Vietnams besonders? Habt Ihr Fragen dazu? Schreibt mir gern etwas in die Kommentare oder auch als direkte Nachricht. Entweder ich antworte Euch oder verfasse gleich einen ganzen Artikel darüber.

Zu Teil 1 der Reise in Instagram-Bilder geht es hier entlang.

Und zum Instagram-Kanal der Reisemeisterei findet Ihr hinter diesem Klick.

Eines meiner Lieblingsbilder von Sven auf dieser Reise. Gut gelungener Schnappschuss aus Hue, oder?

 

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