Städtetrip mit Kind? Nur Mut! Lasst es uns testen!

Seit kurzer Zeit beschäftigen wir uns ernsthaft mit dem Thema „Städtetrip mit Kind“. Bisher bewegten wir uns mit unserem kleinen 3-jährigen Mädchen im Urlaub hauptsächlich zwischen Spielplatz, Natur und Tieren. Nun beginnt die Zeit, in der wir auch gemeinsam Lust auf einen richtigen Stadturlaub bekommen und dies auch planen. Wir haben etwas Respekt davor. Ihr auch? Deshalb hier unsere Gründe für einen Städtetrip mit Kind.

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Städtetrip mit Kind

Nachhaltig unterwegs sein mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht gemacht

Vor allem in ländlichen Gebieten ist es im Urlaub häufig schwierig, nachhaltig unterwegs zu sein. Gut, man kann sich dazu entschließen, hauptsächlich die Gegend um das Übernachtungsquartier herum zu erkunden. Spannende Aktivitäten oder Ausflugsziele liegen aber doch häufig nicht direkt nebeneinander. Und so sitzt man doch wieder viel im Auto. Im Rahmen eines Städtetrips mit Kind ist das häufig nicht notwendig. Viele Städte haben eine hervorragende Anbindung über öffentliche Verkehrsmittel. Und die Fahrt mit Bus und Bahn ist dann im Urlaub noch ein zusätzliches Erlebnis.

Städtetrip mit Kind

Viele Möglichkeiten auf wenig Raum

Tiergarten, Cafes, Einkaufsmöglichkeiten, Museen und vieles mehr. Alles liegt häufig in Städten nur einen Katzensprung voneinander entfernt. So kann man als Familie auch recht spontan nach Lust und Laune umplanen, ohne dass lange Wege zwischen den Aktivitäten liegen. Die Auswahl der Sightseeingmöglichkeiten ist auch meist größer als auf dem platten Land. Natürlich steigt damit auch die Gefahr von „Qual der Wahl“…

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Erste Annäherungen an Architektur

Ich erinnere mich noch gut, wie unser Mädchen im letzten Elsassurlaub in Bergheim sich von den Fachwerkhäusern begeistert zeigte. Noch heute, über ein halbes Jahr später, weist sich mich begeistert auch in unserer Heimat auf diese architektonische Besonderheit hin. Je älter Kinder werden, umso mehr lässt sich hier im Urlaub spielerisch und lebendig beibringen. Ist es nicht ein Traum, Kinder in Riga an Jugendstil oder in Lüneburg an Backsteingotik heran zu führen?

Städtetrip mit Kind

Spaß auch bei Regen

Wer kennt das nicht. Man befindet sich im Urlaub und es fängt an zu regnen. Als Tagesprogramm zur Auswahl: Tierpark, Spielplatz, Strand, Wald, See und noch einiges mehr an „Outdoor“-Möglichkeiten. Die Alternative: Im Hotelzimmer, Zelt oder im günstigsten Fall der Ferienwohnung verweilen. Einen Tag mag das gehen und auch kurzfristig ist ein Ausflug mit der richtigen Kleidung mal bei Regen machbar. Aber ein verregneter Urlaub in der Natur treibt den größten Optimisten in die Verzweiflung. In der Stadt lässt sich der Urlaub häufig so umplanen, dass es auch bei Regen kein Problem ist. Siehe Punkt „Viele Möglichkeiten auf wenig Raum“. So stehen beispielsweise in Berlin – siehe Grafik – viele Outdoormöglichkeiten wie Hochseilgarten oder Parks zur Verfügung. Sollte es aber wie aus Kübeln schütten, ist eine wunderbare Auswahl überdachter Möglichkeiten wie Familiencafés oder Mitmachmuseen vorhanden.

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Günstiger als gedacht

Wer bei „Städtetrip mit Kind“ an „teuer“ denkt, hat zuerst einmal vielleicht nicht unrecht. Allerdings lassen sich die Kosten schon im Vorfeld gut planen. Ein Mehrtagesticket für den öffentlichen Nahverkehr kaufen. Ein 24-Stunden-Ticket für kulturelle Einrichtungen kaufen – wie in Stuttgart mit der StuttCard beispielsweise gut möglich. Supermärkte eignen sich gut zum Einkaufen der Verpflegung und Parks zum Picknicken. Wer dem Shopping nicht wiederstehen kann, sollte allerdings Städte meiden…

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Außergewöhnliche Aktivitäten als unvergessliche Highlights

Erlebnisse in der Natur sind für mich persönlich unschlagbar. Wald, Wiesen, Meer. Der Mensch kann mit seinen Errungenschaften dagegen einfach nicht ankommen. Dennoch: Welches Kind, das der Kleinkindphase entwachsen ist, lässt sich nicht von Highlights wie dem Freizeitpark Tivoli in Kopenhagen oder dem Golden Eye in London begeistern?

Natürlich kommt es immer auf die Gegebenheiten an. Manche ältere Kinder benötigen auch tagsüber noch zwingend ihren Mittagsschlaf und benötigen dazu ein Bett. Andere wiederum sind einfach für Pflastertreten nicht zu haben. Oder können auch der schönsten Museumspädagogik nichts abgewinnen. Was sind Eure persönlichen Erfahrungen? Städtetrip mit Kind: Ja oder Nein?

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6 Kommentare zu “Städtetrip mit Kind? Nur Mut! Lasst es uns testen!

  1. Gilt hier der Grundsatz gute Planung ist alles?
    Kann man bestimmt auch auf das Hotelzimmer anwenden.
    Naja, gerade mit kleinen Kindern ist ja mit spontan oft nicht viel. Aber auch bei mir passiert viel weniger wenn ich einfach nur drauflos laufe.

  2. Als unser Kleiner noch ganz klein war, waren wir nur im Hotel, da konnte er in Ruhe spielen und mit uns in die umliegende Natur. Jetzt ist er fünf geworden und wir waren eine Woche mit ihm in Schottland. Eine schöne Kombination aus Natur, Städten und Museen. Besonders Edinburgh Castle hats ihm angetan, er hat gerade seine Burgen und Ritter Zeit. 😉 Ich kann mir aber noch nicht vorstellen, länger als ein oder zwei Tage am Stück mit ihm durch eine Stadt zu laufen, das würde ihn irgendwann nerven, glaube ich.

    LG
    Sandra

  3. Aber auch auf dem Land kann man Tolles erleben. Denn auch dort schläft der ÖPNV (Öffentliche PersonenNahverkehr) nicht. Der Bus kommt nur eben nicht alle 10 Minuten. Aber wenn schon Planung, dann kann man das auch mit einbeziehen. Dieses Jahr geht es für uns auf die Insel Rügen. Manches wird bestimmt mit dem Auto erledigt, aber manch anderen Sachen gibt es sehenswerte Verbindungen wie z.B. den „rasenden Roland“ (dampfbetriebene Schmalspurbahn auf der Insel). Wenn ich am planen bin, dann auch mit solchen Dingen und dann ist auch auf dem Lande eine gute Partie mit den Kids zu machen.

    1. Ja, hallo Herr Zabel 😉 Wie Du weißt, sind wir ja auch zumindest im Urlaub eher die Landeier. Im Alltag…nun ja…Hast Du denn mit Deiner Tochter schon mal so einen waschechten Städtetrip (Hamburg, Wien, London, Amsterdam…) unternommen? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Pro? Contra? Ich frag mich grad, wie unser Reisemäuschen wohl Paris meistern würde. Ich freue mich sehr über das Lebenszeichen von Dir. Wusste ja gar nicht, dass Du hier noch einen Blick Richtung Reisemeisterei wirfst. Sei gesegnet, Christina

  4. Aber natürlich ja! Unser Jüngster war 3 in Salzburg-Freistadt-Nürnberg-Dresden und erinnert sich nicht mehr daran, hatte aber trotzdem Spass. In Wuppertal war er 5 und weiss schon ganz genau, was er dort alles erlebt hatte. In die Freizeitparks gehen wir grundsätzlich nicht (es wird sich wahrscheinlich bald ändern, denn der Mittlere wird zum Geburtstag eine Reise nach Legoland kriegen …), aber kleinere Kinder, freuen sich auch über komische Pflastersteine in einer fremden Stadt oder über Springbrunnen. Ich würde bestimmt mit den Kindern eher in die Stadt fahren als irgendwo lange wandern.

    1. Liebe Reet, allerdings habt Ihr Euch auch ganz wunderbare Städte ausgesucht. Mittelalterliche Bauten sehen einfach faszinierend aus und gerade Nürnberg habe ich mit unserer Kleinen auch als etwas Besonderes und Tolles erlebt. http://www.reisemeisterei.de/nuernberg-mit-kindern-oder-musik-hallt-durch-die-gassen/ Wuppertal habe ich selbst auch nur als Kind erlebt, war aber hin und weg von der Schwebebahn. Viel Spaß bei Eurer Legoland-Reise. Diese Idee kommt mir auch immer wieder in den Sinn 😀 Herzliche Grüße, Christina

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