Die Adventszeit ist für die meisten – vor allem mit Kindern – eine ganz besondere Phase im Jahr. Die Straßen sind mit glitzernden Lichtern geschmückt. Punsch, Plätzchenduft und Weihnachtsmärkte. Und genau dann scheiden sich die Geister, wenn es ums Reisen geht. Seid Ihr Team „Auf gehts in die große weite Welt“ oder eher „Zuhause einmuckeln“? Ich habe einige Argumente als Entscheidungshilfe für Euch im Gepäck. Und vielleicht ändert Ihr dann ja Eure bisherige Einstellung oder fühlt Euch im Gegenteil sogar bestärkt.
Argumente fürs Verreisen
Besondere Stimmung in anderen Städten. Egal, ob es sich um Nürnberg, Straßburg oder Wien handelt. Vor allem Weihnachtsmärkte in fernen Städten locken viele sehnsüchtige Besucher an und bieten Euch eine Atmosphäre, die Ihr auf dem heimischen vielleicht nicht findet.
Zeit für Ruhe und Abstand. Nicht jeder und jede ist eventuell ein riesiger Weihnachtsfan und verbindet in manchen Fällen auch nicht unbedingt positive Erinnerungen und Stimmungen damit. Also kann eine entspannte Reise an andere Orte vielleicht Abstand vom seelischen oder organisatorischen Stress bieten.
Neue Traditionen entdecken. Für die Abenteuerlustigen unter Euch ist eine Reise in eine Region mit völlig anderen Traditionen, was Advent und Weihnachten anbelangt, eventuell gleichzeitig eine Bildungsreise über den Tellerrand hinaus. Wer bereits in Spanien oder in Skandinavien Weihnachten gefeiert hat, kann ein Lied davon singen. So könnt Ihr Euch auch in dieser Zeit dann anderen Kulturen öffnen und vielleicht sogar etwas Inspiration fürs eigene Fest daheim mitnehmen.
Argumente fürs Zuhause bleiben
Familienzeit. Die Adventszeit ist traditionell eine Zeit des Zusammenseins. Wir lieben das gemeinsame Kipferl und Engelsaugen und Lebkuchen backen (und dieses Jahr vielleicht sogar Dominosteine). Manche genießen das gemeinsame Basteln bei Kerzenschein. Oder das Schmücken des gesamten Hauses. Diese Erinnerungen kann keine Reise ersetzen – wenn Euch das wichtig ist.
Kosten und Stress. Gerade in dieser Zeit kann das Reisen besonders teuer werden. Dazu verstopfen Staus die Straßen, die Flughäfen platzen aus allen Nähten. Und was wir aus eigener leidvoller Erfahrung sagen müssen: Das Wetter kann einen echten Strich durch die Rechnung machen. Unsere Reise mit Flugverspätung wegen eines eingefrorenen Teils am Flugzeug hat auf unserer Reise nach La Gomera mit Baby vor vielen Jahren echt Nerven gekostet.
Heimatliche Atmosphäre. Vertraute Rituale sind in keiner Jahreszeit so ausgeprägt wie zwischen dem 1. und 4. Advent. Angefangen bei Glühweinfesten, Kerzen am Adventskranz anzünden, Weihnachtsoratorium besuchen, Adventskalender öffnen, bis hin zu bestimmten Aufführungen der Kindern, die man nicht verpassen möchte.
Der Mittelweg
Ihr müsst ja nicht gleich den kompletten Dezember auf den Kanarischen Inseln verbringen oder im Gegensatz dazu jeden Tag am heimischen Herd. Vielleicht hüpft Ihr auf einen Tagestrip in die nächstgrößere Stadt zu einem berühmten Weihnachtsmarkt. Oder Ihr genießt ein Weihnachten mit den Lieben daheim und das nächste auf großer Reise wie wir damals in Australien. Das kann wirklich auch mal ganz spannend sein und eine ganz besondere Erfahrung. Oder Ihr bucht Euch für eine Nacht mit Freundinnen im Wellnesshotel ein um Kraft zu tanken für den Trubel. Egal, wie Ihr es macht. Macht es so, dass es Euch und Euren Lieben gut tut.

