Potsdam zwischen Filmzauber, Königsschlössern und Backsteinromantik

Potsdam Babelsberg

Auf den ersten Blick scheinen diese Zutaten zu einem verlängerten Wochenende nicht so recht zusammen zu passen. Und trotzdem greift es wie Puzzleteile perfekt harmonisch ineinander. Potsdam ist elegant. Es ist kreativ. Und im Gegensatz zur großen Schwester Berlin unglaublich entspannt. Begebt Euch mit auf eine Reise in das sogenannte „Versailles des Nordens“.

Moderner Komfort zum entspannt ankommen: Das Hampton by Hilton Babelsberg

Für die Nacht bietet sich das Hotel Hampton by Hilton Babelsberg an. Es ist sehr modern, ruhig und ideal gelegen, wenn Ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken möchtet.

Wir empfanden die Zimmer als super komfortabel und konnten uns sogar über zwei Zimmer mit Verbindungstür – sozusagen Familienzimmer extend – freuen.

Alles wirkte neu und frisch, so wie wir uns nach dem ersten Kaffee im Zimmer immer fühlten.

Ein besonders hübsches Detail: Die Zimmer im Hampton by Hilton Babelsberg sind alle cineastisch angehaucht. Filmbilder an den Wänden beziehen sich auf das kulturelle Erbe des sich in der Nähe befindlichen Filmparks Babelsberg.

Während unsere Töchter das hoteleigene Fitnessstudio auskundschafteten, ließen wir Eltern uns entspannt in der stylischen lichtdurchfluteten Hotellobby nieder.

Hier befindet sich auch das Frühstücksschlemmerparadies. Eierspeisen, frisch gebackene Waffeln, Obst und Gemüse in Hülle und Fülle. Und für mich persönlich eines der Highlights: Das veganes Gyros, die gebackenen Tomaten und das Rote-Beete-Humus.

Der Filmpark Babelsberg: Kinogeschichte ganz lebendig

Der ideale Einstieg in die Stadt, wenn Ihr Euch im Hotel Hampton by Hilton Babelsberg häuslich eingerichtet habt, ist natürlich der direkt gegenüber gelegene Filmpark Babelsberg. Seit über 100 Jahren wird hier Filmgeschichte geschrieben. Es ist kein Freizeitpark im eigentlichen Sinne. Besonders beeindruckend sind die täglich statt findenden Shows. Allen voran die Stuntshow im vorderen Bereich des Parks.

Spektakuläre Abseilaktionen, heldenhafte Sprünge, rasante Verfolgungsjagden mit Geländewagen. Dazu jede Menge Feuer, Musik und Aufregung.

Vor allem unser kleines Mädchen riss die Augen vor Staunen immer weiter auf. Am Ende der Show war sie so begeistert vor allem von den Stuntfrauen, dass sie aus dem Stand entschied: „Ich werde auch Stuntshow!“

Ihr könnt hier in Originalkulissen Eurer Lieblingsfilme eintauchen und lernt viel über Tricktechnik wie falsche Messer oder Spritzen, was ich selbst echt spannend fand.

Im Rahmen von Führungen lernt Ihr viel über die Hintergründe. Wie entsteht eine Actionszene, warum wirken die Kulissen in Filmen so riesig, obwohl sie in der Realität kleiner sind?

Und für die ganz Kleinen ist die Janoschwelt ganz zauberhaft, durch die ihr mit einem kleinen Boot gemächlich hindurchschippert.

Das holländische Viertel: Backsteinromantik, Boutiquen und ein kleines kulinarisches Highlight

Die wunderschönste Ecke von Potsdam ist sicherlich das holländische Viertel. Dieses zauberhafte Eckchen mit seinen niedrigen Backsteinbauten wurde ursprüglich erbaut, um holländische Fachkräfte aufgrund des Arbeitermangels anzulocken. Man dachte, dass diese Häuser ein vertrautes Gefühl hervorrufen würden.

Der Plan ging nicht auf, stattdessen zogen hier einheimische Handwerker ein und heute ist mehr als jeder andere Ort der Stadt ein Anziehungspunkten von Touristen aus weit her.

Er hat einen fast dörflichen Charme mit seinen süßen Boutiquen, kleinen Cafés und Ateliers. Uns sind auch viele alternative Läden wie Yogastudios, Heilpraxen und verschiedenste Therapeuten aufgefallen.

Und natürlich das Potsdamer Brandenburger Tor, das zwar kleiner, dafür älter ist als das große Geschwister in der deutschen Hauptstadt.

Es war so wunderbar sonnig und wir ließen uns treiben, aßen hier ein Eis, stöberten dort durch einen Straßenflohmarkt. Savoir Vivre in Potsdam. Seele baumeln lassen.

Unsere Entdeckung: Ein neuer Kumpir-Spot. Kumpir? Das fragt Ihr Euch? Für alle, die nicht im Großraum Berlin zuhause sind: Das sind große Backkartoffeln, deren Inneres mit flüssiger Butter, schmelzendem Käse und einer Menge Leckereien gefüllt sind. Von Edamame über Oliven und Rohkost bis hin sauren Gurken und Kräuterquark.

Schloss Sanssouci: Ein Spaziergang durch einen Märchenpark

Nach dem ganzen Trubel im Filmpark und der Innenstadt Potsdams tut ein Kontrast richtig gut. Und was wäre ein Besuch hier ohne eine Stippvisite ins Schloss Sanssouci?

Die ehemalige Sommerresidenz der Könige von Preußen im Rokkokostil ist wohl vor allem durch einen Bewohner bekannt: Friedrich, den Großen. Er wollte hier einen ganz besonderen Ort der Ruhe schaffen und hat es auch eindeutig geschafft. Der weitläufige Park, das Märchenschloss, nicht umsonst ist das „preußische Versailles“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden.

Am bekanntesten ist wohl die berühmte Anssicht vom großen Brunnenbecken mit der großen Fontäne aus. Hinauf über die Weinterassen mit seinem Obst- und Weinranken kommt Ihr über 132 Stufen zum prächtigen Sommerschloss. Der Anblick ist einfach überwältigend.

Das dachte sich auch Friedrich der Große, schließlich ließ er sich sogar „mit Aussicht“ begraben in einer Ecke der obersten Terasse. Manche Besucher mögen sich wundern ob der auf seinem Grab abgelegten Kartoffeln. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Friedrich der Große ist maßgeblich verantwortlich dafür, dass wir „deutschen Kartoffeln“ heutzutage dieses Lebensmittel in großen Mengen konsumieren. Er erließ sogenannte Kartoffelbefehle, um Hungernöte zu bekämpfen. So ganz stimmt diese Legende nicht, aber dennoch hat sich dieses nette Ritual seitdem gehalten.

Das Schloss ist fantastisch, aber ein Besuch ist nicht vollständig ohne eine große Schlenderrunde durch den Schlosspark. Die Wege mäandern durch baumbestandene Wiesen, entlang kleiner Bächlein bis hin zum neuen Palais.

Mein Lieblingsort hier: Das chinesisches Haus. Gold-türkis glitzert es in der Sonne. Mit seinen exotischen Details sicherlich einer der fotogensten Orte im gesamten Park.

Potsdam: Fazit und die offen gebliebene Reisewunschliste

Potsdam hat bei uns den Eindruck urbaner Gemütlichkeit erweckt. Ein inspirierendes Reisegefühl und gleichzeitig unglaublich entschleunigend.

Wie immer aber haben wir viel zuviel links liegen lassen müssen, mehr als sonst tatsächlich. Denn unser Aufenthalt war einfach zu kurz. Wenn wir wiederkommen, verbringen wir auf jeden Fall einen Tag auf der Havel. Dann lassen uns sehr viel mehr Zeit in einem der süßen Kaffeehäuser, die es dort zuhauf gibt. Das Museum Barberini mit seinen hochkarätigen Sonderausstellungen und Impressions-Sammlungen nicht zu besuchen, ist allein schon ein Grund, eine weitere Reise zu planen. Mit Familie oder an Regentagen eigenet sich die Biosphäre Potsdam mit seinen 20.000 Pflanzen und über 130 Tierten auf jeden Fall. Und wir als Erwachsene würden das nächste Mal dem Schloss Cecilienhof – dem Ort der Potsdamer Konferenz unter Stalin, Churchill und Truman 1945 – definitiv einen Besuch abstatten.

Unsere Reiseliteratur:

Allein aufgrund der Vorfreude sind wir nach wie vor Fans von Reiseliteratur. Routen planen, in Tipps schmökern und mit Bildern schon einmal Lust auf neue Orte wecken. Dieses Mal haben wir dieses schöne Werk genutzt und können es Euch auch ans Herz legen.

Besonders gut gefallen haben uns die klar strukturierten Rundgänge, die herausnehmbare Karte, die Tipps zu kulturellen Orten und familienfreundlichen Aktivitäten im Reiseführer Citytrip Potsdam von Know How.

Für aktuell 15,95€ bekommt Ihr 144 Seiten geballtes Reisewissen, erfahrt alles über Geschichte, Architektur, Shopping und Ausflüge aufs Wasser. Auch die Kulinarik kommt natürlich nicht zu kurz.

Herzlichen Dank an Hampton by Hilton, den Filmpark Babelsberg und Reise Know How

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