Von Neugierde, Dankbarkeit und Reisemut und warum Euch Reisen unglücklich macht

Im letzten Teil meiner Serie „Glück auf Reisen“ liegt ganz besonders viel Fernweh verborgen. Die Beiträge meiner wunderbaren Bloggerkollegen entführen Euch nach China, Estland, Italien, Lateinamerika, Kasachstan und auf den Jakobsweg. Sie träumen von Freiheit, Gelassenheit, Unschuld. Fern vom festen Griff des Alltags. Sie reden von Reisemut, Stolz, Dankbarkeit und Neugierde auf die weite Welt. Gespickt mit Gedichten und Bildern, bei denen Ihr Euren Alltag vergesst. Und wenn Ihr am Ende vor lauter Sehnsucht zu platzen droht, sagt Euch Martin, warum Euch Reisen unglücklich macht.

Ulrike von „Bamboobloghh“ empfindet ihr persönliches Reiseglück vor allem auf Reisen nach China. Und hier ganz besonders im Umgang mit den Einheimischen, die ihr ganz ohne Scheu begegnen. Wenn Ihr also eine China-Expertin sucht: Bei ihr seid Ihr da richtig!

Ein sehr interessanter Ansatz: Es gibt Menschen, die haben das Reisegen in die Wiege gelegt bekommen. Wer als Tageselement Wasser hat, wird vermutlich eher das Glück im Reisen finden als andere Menschen. Wenn Ihr Steffi vom Blog „Work & Life Feng Shui“ Eure Geburtsdaten nennt, bestätigt sie Euch eventuell Euer Reisegen.

Bärbel ergänzt sehr philosophisch die Aspekte der Unschuld auf Reisen, allein auf Reisen zu gehen, Gelassenheit an den Tag zu legen, Begegnungen mit anderen Menschen zu genießen und sich ein kleines Zimmer für sich allein leisten zu können. Und übrigens: Wer Estland in sein Herz geschlossen hat, ist bei „Frau auf Reisen“ genau richtig!

Ivana weiß: Auch Zuhause könnte sie die magischen Glücksgefühle empfinden. Aber nur auf Reisen ist sie frei vom Alltag, der sie daheim fest im Griff hat. Dort ist sie mutiger, größer und selbstbewusster. Aber: „Wer zu Hause sein Glück nicht findet, wird es auch auf Reisen nicht finden, denn das wirklich Wesentliche für unser Glück, das ist immer dabei, nämlich wir selbst.“

Rosatrude von „Alltagsrosa“ nennt sich selbst „reisesüchtig“ und liebt es, sich einfach in die Ferne zu „beamen“, den Blick zu erweitern und auch – das gibt sie gern offen zu – stolz vor besonderen Sehenswürdigkeiten zu posieren. 

Auch für Thomas von „Reisen-Fotographie“ sind Zutaten wie Freiheit wichtige Glücksauslöser unterwegs. Was für mich allerdings besonders erschien: Für ihn sind die Reisen von besonderem Glück erfüllt, die er gemeinsam mit seiner Frau – und nur seiner Frau – erleben darf. Die Ungebundenheit, nicht auf weitere Menschen Rücksicht nehmen zu müssen, genießt er sehr.

Für Senta von Monatsstadt hängt viel Reiseglück davon ab, welcher Reisetyp man eigentlich ist. Bist Du ein Wintertyp? Ein Städtemensch? Ein fauler Urlauber? Wenn Du das weißt, kommst Du Deinem Glückunterwegs schon um ein großes Stück näher.

Die „Entdecker(g)reisin“ Monika schreibt ihre sehr persönlichen Gedanken gleich in Gedichtform nieder. Und sie stellt wunderbarerweise fest, dass sie mit zunehmendem Alter tatsächlich in der Lage ist, die Glücksfaktoren, die das Reisen mit sich bringt, auch in den Alltag zu integrieren. Was für eine frohe Botschaft!

Auf ihrem Blog „Janas Reisefieber“ zeigt uns Jana nicht nur ein Bild, aus dem uns das Reiseglück geradezu entgegen springt. Sie definiert für uns auch Glück und stellt den Ortswechsel in den Mittelpunkt der Glückszutaten.

Martin bietet uns mit seinem Beitrag auf „Reisemagazin Lateinamerika“ den totalen Gegensatz. Er bezweifelt nicht nur, dass Reisen glücklich macht. Er stellt die steile These auf, dass viele Reisenden in ihrem Unterwegssein unglücklich sind. „Alles muss schnell gehen, die Liste muss abgehakt werden. (…) Der Geltungszwang raubt den Sinn des Reisens. (…) Glücklich macht diese Jagd auf Events nicht. Das steht den erschöpften Reisenden immer ins Gesicht geschrieben.“

Für Lena von out and indoor ist es eindeutig: Ihr Reiseglück liegt in Italien. In kleinen Blitzlichtern lässt sie uns daran teilhaben: Ein Eis in der Hand, die Stimmung einer quirligen Piazza, die Küste von Cinque Terre, die hinter den Bergen untergehende Sonne. Und sofort möchte man seine Siebensachen packen und Lena folgen…

Besondere Sehenswürdigkeiten, Freundschaften unterwegs schließen, einen neuen Ort für sich erobern, etwas Ungewöhnliches tun, Prüfungen bestehen, Natur erleben, die Sprache als Zugang zum Urlaubsort. Stefanie von „Azzuro Diary“ spickt Ihre Glücksmomente mit unglaublich schönen Bildern. Bei ihren Bildern der Winterwanderung in Kasachstan möchte ich gern gleich aufbrechen.

Die „Jaellekatz“ Sylvia stellt 6 Glücksregeln auf, die helfen, das Reiseglück unterwegs nicht zu verpassen. Neugierde, Eintauchen, Kontaktaufnahme, Offenheit, Dankbarkeit, Genuss. Das hat mit Reisen nichts zu tun? Nun ja, eigentlich ist unser Ziel doch auch ganz allgemein, glücklich zu sein und nicht nur im Urlaub, oder? Oder, wie Sylvia Henry Miller zitiert: „Das Reiseziel ist nie ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen.“

Und zu wirklich guter Letzt warne ich Euch eindringlich fvor Stefkas (Textnomadins) Betrag. Solltet Ihr ihn lesen, so vermute ich, werdet Ihr nicht mehr umhin kommen, den Jakobsweg zu bepilgern. Solch wunderschöne Bilder und so malerische Worte für das ganz praktische Reiseglück… Und am Ende werdet Ihr wieder sicher sein: Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Wir müssen sie nur sehen.

5 Kommentare zu “Von Neugierde, Dankbarkeit und Reisemut und warum Euch Reisen unglücklich macht

  1. Danke für die schöne Zusammenfassung! Habe gerade geteilt! Die Vielfalt der Sichtweisen ist wirklich lesenswert! Herzlich, Stefanie

  2. Eine super spannende und vielseitige Auswertung mit vielen tollen Artikeln. Toll, das so viele mit gemacht haben und damit eine sehr abwechslungsreiche Lektüre geliefert haben. Christina, Sven und Paulina – Danke für diese tolle Aktion.

    Natürlich habe ich die Auswertung schon artig über die sozialen Kanäle geteilt.

    LG Thomas

    1. Wir haben zu danken, Thomas. Alle Artikel gemeinsam haben mir wirklich einen großen Erkenntnisgewinn gebracht. Jeder hat einen klein wenig anders gelagerten Blickwinkel. Einfach bunt und toll! Gute Reisen mit Deiner Frau (und manchmal Deinem Schwiegervater – s. Artikel ;-)) wünsche ich Dir! Christina

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