Zu Fuß oder mit dem Auto in die Daimlerstadt Stuttgart?

Stuttgart ist von mehr Natur durchsetzt, als so manch einer vermuten mag. Davon habe ich Euch im Artikel “Urlaub in der eigenen Stadt: Stuttgarts grüne Seite” erzählt. Von Weinbergen umgeben und einem “grünen U” durchflossen. Durch die Kessellage Stuttgarts hat man von vielen Stellen oberhalb der Stadt einen wunderschönen Blick über das Tal, die Villen in Halbhöhenlage und sanfte Hügel. Heute erzähle ich Euch, ob Ihr besser zu Fuß oder mit dem Auto in Stuttgart unterwegs sein solltet.

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Zu Fuß an Stuttgarter Hängen entlang

Der Rössleweg, der Blaustrümpflerweg, der Schimmelhüttenweg, unzählige Weinwanderwege, drei sogenannte Panoramawege… So viele Wege zu Fuß. Man mag es kaum glauben, dass in Stuttgart das Automobil erfunden worden sein soll. Es lohnt sich wirklich, einen Abstecher aus der trubeligen Innenstadt und von den “üblichen Verdächtigen” – den klassischen Sehenswürdigkeiten wie Staatsgalerie, Schlossplatz, sowie altes und neues Schloß – in die Höhe zu wagen.

Die drei Panoramawege in Stuttgart

Besonders genießen kann man die Aussicht von einem der drei Panoramawege Stuttgarts. Panoramaweg Mitte-Ost, Panoramaweg Nord und Panoramaweg West. Der neuste ist der Panoramaweg Stuttgart-West, von dem die Stadt Stuttgart ein PDF zum Herunterladen bereitstellt. Er führt entlang der berühmten Halbhöhe, an mehreren Aussichtsplattformen und dem bekannten Biergarten auf der Karlshöhe vorbei. Wir haben diesen Panoramaweg auf Kinderwagentauglichkeit getestet und ich kann sagen: “Nun ja, so mittel”! An vielen Stellen führt der Weg zwar relativ eben durch Wohngebiet oder Waldgelände. Vor allem gen Ende hin müssen aber so einige “Stäffele” überwunden werden. Stuttgarter wissen, dass es sich bei “Stäffele” nicht um ein paar kleine Stufen handelt. Denn Stuttgart liegt ja bekanntermaßen im Tal. Es kann sich schon einmal um 40-90 Stufen handeln, wenns hochkommt.

Stuttgart, die Autostadt

Aber natürlich ist Stuttgart auch die Stadt des Autos. In Stuttgart Bad-Cannstatt befindet sich die Gedächtnisstätte Daimlers, das sogenannte Daimler-Gewächshaus, indem Gottlieb Daimler gemeinsam mit Wilhelm Maybach seine Versuchswerkstatt eingerichtet hatte. Das Mercedes-Benz Museum am Neckar ist einer der Hauptanziehungspunkte – zumindest erscheint uns das so. Bisher wollte wirklich jeder Couchsurfer, der bei uns übernachtet hat, hauptsächlich das “Carmuseum” sehen. Und nicht zu vergessen das Porschemuseum in Stuttgart-Zuffenhausen. Außerhalb Stuttgarts empfiehlt es sich auch tatsächlich, einen Mietwagen für längeren Fahrten zu nutzen – vielleicht stilecht dann sogar einen Daimler? Einen Abstecher auf die schwäbische Alb, eine Spritztour in den Schwarzwald oder eine Genußtour entlang des Neckars – das ist wirklich entspannter mit einem Auto. Als Ziel dann noch eine typisch schwäbische “Besenwirtschaft” – eine saisonal geöffnete Wirtschaft, in der von Weingärtnern selbst hergestellte Erzeugnisse vermarktet werden. Was kann es schöneres geben?

Fazit: Zu Fuß in Stuttgart – per Auto drumherum

Innerhalb Stuttgarts würde ich als Tourist nie und nimmer das Auto als Verkehrsmittel wählen. Dazu sind die Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr zu gut, der Verkehr durch viele Baustellen zu unübersichtlich und die Parkmöglichkeiten zu mies. Ganz ohne fahrbaren Untersatz kommt man hier allerdings auch nicht weit. Schöne kleine Orte außerhalb, gerade in den nah gelegenen Naturgebieten von Schwarzwald, schwäbische Alb bis hin zum schwäbisch-fränkischen Wald lassen sich nur mit eigenem Gefährt erreichen. Und ganz ehrlich: So ein schwäbischer Roadtrip hat schon was für sich. Solltet Ihr schleunigst auf Eure “To-do-Liste” nehmen!

Habt Ihr einen Tipp für einen Roadtrip in der schwäbischen Region? Oder seid Ihr auf der Suche? Dann ab mit Anregungen und Fragen in die Kommentare!

3 thoughts on “Zu Fuß oder mit dem Auto in die Daimlerstadt Stuttgart?”

  1. Ich bin ja ein ganz großer Freund von Stadterkundungen zu Fuß. Und habe auch Freude daran, mich einen kompletten Tag zu Fuß durch eine Stadt treiben zu lassen, aber das ist natürlich eine eher “solitäre” Erkundungsweise – nicht unbedingt kinderfreundlich und stößt auch beim Partner nicht unbedingt immer auf Begeisterung. Aber zurück zu Stuttgart, ich würde dir beipflichten, dass dank des guten öffentlichen Nahverkehrs auch Familien guten Gewissens und mit Gewinn die Stadt ohne Auto erkunden können.

    1. Ich liebe das auch sehr. Man sieht zu Fuß einfach viel mehr und fühlt sich als Teil der Stadt. Im Auto werde ich irgendwann unaufmerksam und “tranig”, zu Fuß fit, wach und neugierig. Kannst Du mir einen Tipp zu Fuß in Stuttgart nennen? Man lernt ja immer dazu!

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