Thailand oder Mutproben, Drogen und "The Beach"

Welches von Dir bereiste Land ist bisher am eindrücklichsten in Erinnerung? Thailand hat sich definitiv einen Platz in meinen persönlichen TOP 5 ergattert.In den Straßen von Bangkok haben wir mit Europäern, Australiern, Neuseeländern und diesem Thai die Nacht zum Tag gemacht. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten hat er uns vor allem die Thaiküche nähergebracht. Das dies für uns eher einer Mutprobe denn einem Genuss glich, konnte er allerdings nicht verstehen 🙂

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Als christlich geprägter Mensch habe ich an Ostern das überwältigende Bedürfnis nach einem Ostergottesdienst verspürt und diesen nach langem Suchen auch gefunden. Eine hochinteressante Mischung zwischen christlichen und buddhistischen Traditionen. Unter anderem wurden im Rahmen des Gottesdienstes den Eltern und Großeltern zur Ehre Jasminblütenketten und Geschenke überreicht.

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Wunderbar: Endlich ein Jahreswechsel, bei dem man sich nichts abfriert 🙂 Es war eher unerträglich heiß zum thailändischen Neujahrsfest, allerdings sorgte vor allem die Thaijugend mit Wasserbomben für Abkühlung.

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Die Begegnung mit Menschen, ihrer Kultur und Natur sind das, was Reisen einzigartig werden lässt. Manchmal auch etwas absonderlich. Zwei Mönche führten mich spontan durch ihre Klosteranlage. Wie zuvorkommend, dachte ich bei mir, bis mir ihre zunehmende Distanzlosigkeit zeigte, das sie eigentlich ein anderes Ziel verfolgt hatten.

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Zu Fuß in der Natur erlebe ich andere Länder besonders gern. Von einer mehrtägigen Wanderung im Grenzgebiet zu Laos ist mir allerdings weniger die Natur in Erinnerung. Der ungeheure Opiumkonsum der Bauern ist erschreckend. Fast erschreckender: Die männlichen Bauern stecken im Dauerrausch, während die Frauen im Haus, auf dem Feld und in der Kinderbetreuung keine ruhige Minute haben. Dies Gebiet trägt nicht umsonst den Namen „Goldenes Dreieck“, auch wenn der Handel durch die Drogenproduktion in Afghanistan spürbar gesunken ist.

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Göttlich schmecken die auf der Straße durch die Garküchen allgegenwärtigen thailändischen Köstlichkeiten.

Gebratene Nudeln, Reis, Suppe, Thai Crepes mit süßer Kondensmilch, viel Chilli, Thai Basilikum…

Bevor ich weiter ins Schwärmen komme, grabe ich besser wieder mein Thaikochbuch aus.

Und der nächste Fusionkitchen-Abend in schwäbisch-asiatischer Manier ist auch in Sicht.

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Eine kleine Insel an der Grenze zu Myanmar erreichten wir auf einem etwas wackeligen kleinen Holzbötchen. Angekommen ergaben wir uns der Stimmung wie aus dem Film „The Beach“ abgekupfert.

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Abends mit einem Sundowner am Lagerfeuer Reisegeschichten austauschen.

Nachts im Evakostüm in die Fluten stürzen. Umgeben nur vom warmen Wasser, dem Mond und glitzerndem Plankton.

Tagsüber am menschenleeren Strand in der Sonne liegen, Jonglieren üben, Volleyball spielen und durch die Wälder streifen.

Warum uns allerdings eines Morgens ein Polizeiboot aus Myanmar aus dem Schlaf riss und die Besatzung den intensiv den Sandstrand durchkämmte, ist mir bis heute ein Rätsel…