Urlaub in der eigenen Stadt: Stuttgarts grüne Seite

Seit zwei Wochen reichen wir uns in der Familie nun schon eifrig Viren weiter und leben fast in Quarantäne. Da baue ich mich mit einem Lieblingsthema auf: Urlaub in der eigenen Stadt! Denn meine Wahlheimat Stuttgart hat mehr zu bieten als Baustellen. Welche grünen Flecken in Stuttgart ich besonders liebe? Ich verrate es Euch…

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Stuttgarts grüne Seite

Ich liebe Stuttgart! Nein, nicht Kehrschaufel schwingende Rentnerinnen, grummelige Schwaben und Bahnhofverteidigende Straßenblockierer dominieren das Straßenbild. Zuerst einmal ist Stuttgart umgeben von wunderbaren grünen Hängen.

54 Kilometer Aussicht: Auf dem Rössleweg um Stuttgart

An diesen Hängen entlang lässt es sich wunderbar spazieren und die Aussicht auf den Talkessel genießen. Rössleweg, Jubiläumsweg, Panoramawege…alle sehr gut ausgeschildert und mit kleinen interessanten Zwischenstationen gespickt. Der Rössleweg – 54 km durch Wald und Weinberge führend – lässt sich wunderbar in Teilabschnitten laufen mit vielen Ausstiegsmöglichkeiten Richtung öffentlicher Nahverkehr. Er führt an den Gräbern von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe vorbei. Man übersteigt den Birkenkopf, wegen der dort noch sichtbaren aufgeschütteten Trümmer aus dem zweiten Weltkrieg auch „Monte Scherbelino“ genannt. Immer wieder erweitert sich der Blick auf die Weite des Tals und auch nach 18 Jahren Wahlheimat Stuttgart fühle ich mich dabei wie im Urlaub! Wunderbar auch die Wanderwege in der Region, zum Beispiel Richtung Esslingen. Die Seite www.stuttgart-tourist.de gibt Euch noch mehr Anregungen zu Rad- und Wandertouren in der Region.

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Biergarten im Weingarten: Die Karlshöhe

Ja, Stuttgart leistet sich einen eigenen Weinberg mitten in der Stadt. Und noch toller: Inmitten der grünen Reben sitzt man entspannt im Biergarten „Tschechen & Söhne“ und genießt das Panorama. Sind alle Plätze belegt, macht man es sich mit seinem kühlen Dinkelacker oder Wein einfach auf der Hangwiese gemütlich und betrachtet die Reben, von denen der gute Tropfen im Glas stammt. Bei klarer Sicht ist am Horizont sogar das Neckartal zu erkennen. Am Fuß des Weinbergs findet sich ein großer Spielplatz.

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Zoologisch-botanische Attraktion im maurischen Stil: Die Wilhelma

Unglaublich viel mehr als ein Zoo ist unsere Wilhelma. Direkt zwischen Neckar, Schloßgarten und Rosensteinpark gelegen gab König Wilhelm I. von Württemberg 1837 den Auftrag, zuerst ein Badhaus (mit der Alhambra als Vorbild) im maurischen Stil zu erbauen. Nach und nach kamen Pavillione,  ein Festsaal und großzügige Gartenanlagen hinzu. Seit 1949 wurden Schritt für Schritt Tiere hier angesiedelt und die Wilhelma zum zoologisch-botanischen Garten ausgebaut. Die Wilhelma ist seit 2006 in der Sendung „Eisbär, Affe & Co.“ zu sehen. Tipp: Eine Jahreskarte von 110€ für beide Elternteile (70€ für einen Elternteil) inklusive aller Kinder zwischen 6 und 17 Jahren lohnt sich bereits bei 5 Besuchen pro Jahr.

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Noch viel mehr grüne Seiten Stuttgarts

Ich könnte von vielen weiteren grünen Ecken Stuttgarts berichten: Dem Teehaus, den Mountainbikestrecken ins Tal, dem Cafe Aussichtsreich, den Bärenseen, dem Schlossgarten und Rosensteinpark mit tollen Familienmuseen, dem romantischen Schlößchen Solitude und und und. Kommt einfach selbst und überzeugt Euch: Stuttgart ist mehr als grummelige Schwaben und ein umstrittener Bahnhof!

Dieser Artikel wurde von mir mit viel Heimatliebe im Rahmen der Blogparade „Urlaub in der eigenen Stadt“ von „Travelpins“ verfasst.

18 Kommentare zu “Urlaub in der eigenen Stadt: Stuttgarts grüne Seite

  1. Hallo! Ich war noch nie in Stuttgart, aber auf deinen Fotos sieht es dort echt schön aus, und auch was du so schreibst. Muss ich mir mal vornehmen, wenn ich das nächste mal in der Gegend bin! Ich komme aus Südtirol ( Meran ), ich weiß nicht, ob du das kennst, aber wo ich deinen Bericht zum botanischen Garten gelesen habe, viel mir unser auf Schloss Trauttmansorff ein, ich bin auch jedes Jahr im Sommer da, weil es einfach schön ist und auch ein gutes Programm gibt, zumindest meistens^^….Danke für deinen Bericht! LG Nora

    1. Hallo Nora, danke für Deinen Kommentar. Stuttgart ist eine sehr unterschätzte Stadt, es lohnt sich, einen genaueren Blick drauf zu wagen. Meran habe ich leider noch nie gesehen, aber ich höre nur Gutes. Definitiv möchte ich diese Stadt auch einmal besuchen. Viele Grüße, Christina

  2. Super Artikel! Ich bin in Stuttgart geboren, hatte aber lange nichts wirklich übrig für diese Stadt. Erst als ich dann während des Studiums im Ausland war, habe ich gemerkt, dass es doch das eine oder andere gibt, das ich vermisse. Jetzt lebe ich seit rund 5 Jahren wieder in Stuttgart und möchte meinen Blick auf diese Stadt mit Zugezogenen, Expats, internationalen Studenten usw. teilen. Darum berichte ich seit einem Jahr über meine Erlebnisse und Entdeckungen auf meinem blog living-in-stuttgart. Wer Lust hat, darf gerne mal vorbeischauen 🙂

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