Normandie mit Kindern: Zwischen Eseln, Blumenpracht, Strand und Fachwerkromantik

*Werbung* Mit einem Urlaubsfuß stehe ich noch an der französischen Küste in der Normandie. Nicht mehr richtig dort. Noch nicht richtig wieder da in der schwäbischen Heimat. Noch verwirrt von dem so anders anmutenden deutschen Fachwerkstil. Der hier kühlen frischen morgendlichen Herbstluft. Kitastart und Vorbereitung fürs nächste Schuljahr, das in einer Woche startet.

Genau die richtige Stimmung, um Euch etwas normannisch-blumig-raue Gefühle durch Euer Display zu schicken. Denn auch ein Stück meines Herzens verweilt noch dort zwischen wilder Atlantikgischt an mondäner Küste und verträumt-herzlichem Hinterland im Marschenland des Marais-Vernier.

Die Kinder, der Strand und das weite, wilde Meer

Wenn ich unsere Mädels frage, was Ihnen in der Normandie am besten gefallen hat, dann kommt wie aus der Pistole geschossen direkt: „Strand!“ Und tatsächlich übt die französische Atlantikküste einen magischen Reiz auf uns aus. Die wilden Wellen. Das tosende Meer und die unendliche Aussicht in die blaue Weite. Die steil aufragenden Felsenklippen rund um Etretat (Pssst: Steine nicht mitnehmen. Streng verboten).

Aber ebenso das feinsandige Ufer rund um Villers-sur-mer. Am breiten Strand den Drachen steigen lassen. Wellenhüpfen. Auf den großen Felsen sitzen und die Sonne untergehen sehen. Und natürlich die Faszination, am Meeressaum tatsächlich Fossilien zu finden (Nachdem man im Paleospace ganz viel über Fossilien gelernt hat).

Mit dem Herzen sprechen: eselige Kuscheleinheiten bei Celine und Antoine

Nur eins kann noch mit der kindlichen Freude übers Meer mithalten: „Die Esel!“ Natürlich. Man wohnt nicht alle Tage in einem großen umgebauten Eselstall direkt neben der Koppel. Wobei „Eselstall“ für die Gite L’Anerie irreführend ist. Celine und Antoine haben zwischen Marschenland und steil ansteigendem Waldgebiet ein kleines Fachwerkparadies für Urlauber geschaffen (Ich habe Euch die Normandiestory extra auf Instagram in den Highlights gespeichert. Inklusive Hausführung).

Und das Highlight sind natürlich die Esel – vorneweg Felicie. Eselwandern. Auf den sanft-störrischen Gesellen reiten. Ganz viele Kuscheleinheiten. Die grauen Vierbeiner sind richtige Therapietiere.

Fachwerk, Blumen, Reet – Die sanfte Seite der Normandie

Vielleicht liegt es daran, dass ich als ursprünglich Norddeutsche mit Backsteinarchitektur im Hintergrund Fachwerk immer mit Urlaub assoziiere. Süddeutschland hat schließlich auch einiges davon zu bieten. Aber ich kann mich einfach nicht sattsehen an den typischen mit Lehmputz ausgefüllten Balkenhäusern. Meine Elsassartikel strotzen nur so davon. Und die Normandie hat diese Baukunst perfektioniert. Blumengeschmückt. Mit Reetdach. Und in einer Fülle, dass es schier überwältigend ist.

Städtebummel und kulinarischer Himmel in Pont-Audermer

Wer „Normandie“ hört, denkt unweigerlich auch an den zweiten Weltkrieg. Zerstörung. Le Havre beispielsweise wurde zu 80% zerstört und zeigt sich nun im modernen Stil. Zum Glück sind viele Städte gut erhalten.

Pont-Audemer, das „normannische Venedig“, ist hier halbwegs glimpflich davon gekommen, wenn man so vom Krieg überhaupt sprechen kann. Die frühere „Hauptstadt des Leders“ mit vielen alten Gerberhäusern bezaubert durch kleine Kanäle, schmale Fachwerkgässchen, Kopfsteinpflaster und romantische Häuserfronten. Wer kleine süße Leckereien liebt, muss unbedingt einer der Boulangerien einen Besuch abstatten. Vor allem die kleinen lokalen Spezialitäten wie die „Mirlitons“ locken hier. Aber auch das normannische Käsequartett, bestehend aus Livarot, Neufchatel, Camembert und Pont L’Eveque ist aus meiner Käseliebhaberinnensicht ein echtes Muss.

Wir haben uns auf der Reise durch die Normandie mit Kindern durch eine typisch normannische Fromagerie geschlemmt und können von Herzen Au Fromage Blanc empfehlen. Ein frisches knuspriges Baguette. würziger Pont L’Eveque. Und dazu ein süßes Glas Pommeau. Ist das Leben nicht schön?

Normandie mit Kindern: Hafenflair an der Seine

Die Normandie liegt zum großen Teil im französischen Becken und die Seine ist der zentrale Fluss. Was liegt da näher als eine nette Bootstour? Wer eine kleine Ausfahrt in Paris unternommen hat, wird von der Seine kurz vor der Mündung mehr als überwältigt sein. Sie hat hier nichts mehr von einem kleinen hübschen Flüsslein.

Kaum verließen wir den Hafen von Honfleur durch die Schleuse, verschlug es uns den Atem. „Ist das die Seine oder das Meer?“ Gute Frage, Le Havre auf der anderen Uferseite liegt weit weg und nur verschwommen lassen sich die mächtigen Kräne des riesigen Containerhafens erahnen.

Nicht weniger beeindruckend: Die Pont de Normandie. Mit ganzen 2141 Meter überspannt die gigantische Schrägseilbrücke den breiten Fluss an dieser Stelle. In unserem kleinen Boot kamen wir uns vor wie Winzlinge in einer Riesenwelt, als wir das riesige Bauwerk unterquerten.

Ganz im Gegensatz dazu das pittoreske Künstlerörtchen Honfleur. Die Region gilt als Wiege des Impressionismus. Und tatsächlich sind die Gässlein und der alte Hafen wie geschaffen für schöpferische Inspirationen.

Normandie mit Kindern: Augenblick, verweile…

Unglaublich, wie nah wir dieser Region an der französischen Atlantikküste gekommen sind. Noch lange werden wir von unseren Erlebnissen schwärmen.

Vögel beobachten in den frühen Morgenstunden. Tarte Tartin, Pofiteroles und Fois Gras schlemmen. Sonnenaufgänge über der nebeligen Marschenlandschaft aufsaugen.

Ja, wirklich. Die Normandie mit Kindern war ein würdiges Sommerfinale, dass wir in den bunten deutschen Herbst mitnehmen.

Vielen Dank für die Einladung zu dieser Reise an die Regionen der Normandie.

Fotos: Christina Burkhardt, Johanna Kohlstock und Julian Kohlstock

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