Das Christina-FAQ: Eins der berühmten, geliebten und verhassten Blogstöckchen

Ich habe ein schlimm schlechtes Gewissen. Mehrfach wurde mir nun schon liebevoll ein Blogstöckchen (Eine Art “Fragen-Kettenbrief”) zugeworfen und was mache ich? Ich lasse es achtlos in der Ecke vergammeln…Nein! Ich rede mich nicht damit heraus, dass man als Mama ja immer so wahnsinnig beschäftigt ist! Ich danke herzlich Carina von Buchfaible und Mike von SchneiderMike, Lena von family4travel und Entdeckergreisin Monika, dass Ihr an mich gedacht habt. Und wisst Ihr was? Ich nenne Euch einfach alle (hiermit geschehen) und mixe mir beim Blogstöckchen die Fragen, wie ich lustig bin. Darf man nicht? Ups.

1. Muss man reisen, um die Welt zu entdecken?

Gute Einstiegsfrage im Blogstöckchen! Was heißt denn überhaupt „Welt entdecken“? Unsere Tochter entdeckt die Welt, wenn sie merkt, dass die kleinen Beinchen sie tragen und die Hand von Mama nicht mehr nötig ist. Andere entdecken eine neue Welt, wenn Sie Pralinenrezepte erproben oder erstmals vom Nähwahn gepackt werden. Es gibt ein Zitat: „Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, liest nur eine Seite davon!“ Das finde ich arrogant. Ich glaube nicht, dass Menschen, die nicht reisen, grundsätzlich weniger offen sind. Es ist nur schwieriger für sie, weltoffen zu sein. Wir mögen Couchsurfing gern. Wenn man Menschen aus aller Welt zu sich einlädt, entdeckt man die Welt auch irgendwie.

2. In Sachen Reisen: Je exotischer desto besser?

Früher hieß Urlaubsplanung: Je weiter, je besser. Gern mit Kulturschock und ein klein wenig Gefahr. Immer wieder traf ich dabei auf Menschen, die sagten: „Wow, aus Europa? Da wollte ich auch immer schon mal hin. Ihr habt doch so grüne Wälder und diese alten Burgen…“ Für die sind wir genauso exotisch wie die für uns. Das hat meinen Blick auf Nahziele verändert. Außerdem kann ein Ostfriese auf seinem Krabbenkutter für einen Bayern wohl auch ganz schön exotisch sein ;-)

3. Ausspannen oder volles Programm – „Urlaub“ oder „Reisen“? Wie sieht das idealerweise bei dir aus?

Das kommt auf die Lebensphase an. Unsere Rund-um-die-Ostsee-Tour letzten Sommer war definitiv eine Reise. Nie länger als 3 Tage an einem Ort. Abwechselnd Couchsurfing bei wildfremden Menschen, Campinghütte, Kloster, Hotel. Und ziemlich wenig Erholung in den 6 Wochen. Das war genau richtig, wenn man nicht arbeitet. Wenn ich allerdings im Alltag unter Hochspannung stehe, brauche ich definitiv eine gemütliche Liege, einen Cocktail in der Hand und gaaaanz viel Entspannung! Ich sage nur: Ägypten Allinclusive!

4. Hast du die Urlaubsplanung schon fertig? Wohin soll’s 2014 gehen?

Passend zur Antwort der letzten Frage im Blogstöckchen: Deutschland! Wir wollen endlich den Osten entdecken. Die Uckermark hat es uns angetan. Dort kann man kanufahren, radeln, (esel-)wandern und sogar tauchen. Mein Aktivurlauberherz flohlockt schon. Drumherum denken wir an kleinere Reisen nach Wien, in die schwäbische Umgebung, in die Lüneburger Heide, nach Belgien und Tschechien. Ein Mittelstreckenziel ist auch in der Überlegung, aber das wird noch nicht verraten…

5. Was meinst du: Lohnt es sich, Kinder durch die Weltgeschichte zu schleppen?

Immer wieder frage ich mich selbst: Reise ich aus rein egoistischen Gründen und stresse ich unsere Tochter eigentlich damit? Oder möchte ich Ihr einfach die Welt zeigen? Kurz und knapp: Die Wahrheit liegt in der Mitte. In unserer Familie spielt das Reisen eine große Rolle. Und unsere Tochter ist Teil dieser Familie. Also führen wir sie an dieses Leben heran. Bisher wurde sie in allen 10 Ländern, die sie bereist hat, mit offenen Herzen empfangen und das sehr genossen. Und solange sie es genießt, machen wir weiter so.

6. Nur für einen Tag, wohin geht deine Zeitreise?

Kurz nach die Zeit der Jahrtausendwende. Jesus live zu sehen mit dem Bewusstsein, dass es der Mensch ist, der unsere Kultur prägen wird: Wahnsinn.

7. Nenne deinen bis heute liebsten oder besten Blogartikel und wo kann man ihn lesen?

Am meisten gelacht habe ich bei: „Warum Ihr als Familie nicht reisen solltet – 8 gute Gründe fürs zu Hause bleiben“, viel gelesen wurde: „Estland – 6 Ziele für Deine Rundreise“, Fernweh bekomme ich bei „Thailand oder Mutproben, Drogen und the beach“, meine Seele geöffnet habe ich bei „Mein Reisekater oder wenn die Seele nicht wieder in die Heimat will“ und hängen tue ich an „Heusteigviertel Stuttgart: Kinder herzlich Willkommen – Teil 1“, weil es mein Zuhause ist.

8. Wofür würdest du nachts aufstehen und alles stehen und liegen lassen?

Außer für die Schnullersuche? Nicht viel, mütterlicher Schlaf ist heilig…

9. Wenn du nicht in Deutschland wohnen würdest, dann höchstwahrscheinlich in … ?

Maximal Österreich oder der Schweiz. Ich leide konstant unter fürchterlichem Fernweh. Aber meine Heimat – meine „Homebase“ sozusagen – ist im guten alten Deutschland. Nur dann kann ich in die Ferne reisen, wenn ich weiß, wo ich hingehöre.

10. Welche in 2013 getroffene Entscheidung würdest du vielleicht anders treffen, hättest du die Gelegenheit?

Ich hätte meine Elternzeit verlängert. Ich würde mir für den Blog mehr Zeit wünschen. Ideen über Ideen…Ein E-Book, Artikelideen bis zum Abwinken, Möglichkeiten der Kooperation. Es steckt soviel Herzblut in dieser bescheidenen Website, dass ich mich dann eher häufiger denn seltener für weniger Schlaf und mehr Bloggen entscheide.

11. Auf was glaubst Du, könntest Du getrost verzichten in Deinem Leben?

Eigentlich auf fast alles Materielle. In mir steckt eine kleine Minimalistin. Ich bewundere Menschen wie Christof Herrmann oder Sebastian Küpers, die einen Lebensstil mit wenig Ballast in Form von Dingen führen. Nicht verzichten könnte ich allerdings auf: Laptop, Handy, Kamera, Zahnbürste, Kaffeetasse, Müslischale, Bücher, Lego.

Und hiermit werfe ich sehr gern das Blogstöckchen weiter an einige Blogger außerhalb der Reisebloggergemeinschaft. Denn mich interessiert sehr, was die Mamablogger Deutschlands zum Thema “Reisen” denken. Wenn Ihr keine Freundinnen von Blogstöckchen, Blogparaden und ähnlichem seid: Macht nix. Ich lese Euch trotzdem gern weiter :-)

Mia von Mama Mia

Julia von Löckchenzauber

Die Fenchelfrau

Sarah von Inmarcesible

Isa von Menschenskinder

Claire von Cappu Mum

Grummelmama

Anna von BerlinMitteMom

Cloudette

Gänseblume von Unternherzen

7 thoughts on “Das Christina-FAQ: Eins der berühmten, geliebten und verhassten Blogstöckchen”

  1. Und ganz arrogant sage ich jetzt mal: Super, ich denke bei Frage 1 genauso! :D Witzigerweise habe ich genau das auch vor ein paar Tagen verbloggt, dass diese Ansicht, Reisen zu müssen, oder “weiser” dadurch zu werden, ziemlicher Quatsch ist.
    War schön und sehr kurzweilig zu lesen. Daher: Jaaa, ich hab mich auch schwergetan, und genauso wie Du einfach munter die Fragen beantwortet, auf die ich Bock hatte, aber was dann am Ende rauskommt, ist nunmal für andere interessant. Ich fands interessant bei dir. Also nächstes Mal doch wieder mitmachen. ;)
    LG /inka

    1. Oh, das hat tatsächlich jemand gelesen :-) Im Ernst, ich bin kein Promi und denke oft: “Wer will denn was über die Verfasserin hier wissen?” Es geht doch um das Reisen mit Kind…Danke! Und jetzt geh ich auf die Suche nach Deinem Artikel! LG Christina

    1. Ich bin neugierig, ob die Bloggerinnen das Blogstöckchen auffangen. Ist ja ganz ungefragt passiert und da kann ich nicht erwarten, dass das Angebot auch angenommen wird. Aber freuen würde ich mich natürlich sehr…

  2. Man neigt ja dazu, “in den Urlaub fahren” mit “Deutschland verlassen” zu verbinden. Dabei stimmt es doch, unser Land hat eine Menge zu bieten. Selbst oder auch im Norden gibt es schöne Ecken, die ich – obwohl dort geboren – noch nicht kenne.
    Aber ich hab natürlich gut reden, im März geht es für uns trotzdem wieder in die USA. Erneut nach Philadelphia, davor eine Woche nach Boston (und natürlich NHL Hockey ohne Ende :)). Darüber werde ich dann wohl auch ein paar Zeilen schreiben (müssen).

    1. Ja, manchmal ärger ich mich, dass ich nicht mal ausführlicher im Alten Land, der Heide, an der Elbe oder den netten Hansestädten war damals. Aber die Interessen lagen da irgendwie anders ;-) Wenn Du nicht in die USA fliegen würdest, würde ich mich auch wundern…trotz Flugangst?

      1. Hehe, na ja so riesig ist die Flugangst dann doch nicht – wenn wir erstmal in der Luft sind… Und irgendwie kommt man dort auf andere Weise nur sehr schlecht hin, oder? Der Drang nach Shopping, Hockey oder auch Baseball ist einfach größer als die Angst. :) Filme schauen und nicht dran denken. Wird schon…

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