3 Elternsünden im Urlaub

Wie alle anderen Eltern sind auch wir perfekt! Nicht! Manchmal sind Kinder einfach anstrengend und wir greifen zu Methoden, die vielleicht nicht ganz so koscher sind. Natürlich geben wir wie wohl die meisten ihr Bestes. Doch manchmal gibt es den einen oder anderen schwachen Moment. 3 dieser Situationen auf Reisen will ich hier und heute vor Euch enthüllen. Und damit ich mich nicht so allein fühle, freue ich mich, wenn auch Ihr in den Kommentaren die ein oder andere Sünde zum Besten gebt.

1# KIKA-Berieselung

Urlaub heißt Ausschlafen. Äh, hieß Ausschlafen. Auch als Eltern möchten man zumindest ein wenig von diesem Luxus genießen. Bedeutet: Wenigstens ein wenig im Bett liegen bleiben. Wie schön ist es, noch zu dösen, während in der Bettmitte ein ruhiges Kind gebannt auf Kikaninchen & Co. blickt. Vor allem in Ägypten ausführlich praktiziert. Klappt leider nicht immer. Aber morgens um halb 6 Buggy schiebend den Sonnenaufgang am Roten Meer zu genießen, das hat ja auch was (wenn man erstmal den Ärger über die frühe Störung überwunden hat).

2# Ketchup, Cola & Co

Ketchup und Cola hat unser heimischer Kühlschrank im schwäbischen Stuttgart bisher selten von innen zu sehen bekommen. Und wenn, dann hatte das Reisemäuschen keinen Schimmer von deren Existenz. Das ist im Urlaub anders: Pommes Frites mit Ketchup und Paulina ist im Essenshimmel. Und Mama und Papa können in Ruhe die regionalen Spezialitäten – beispielsweise in Italien – genießen. Ach, Ihr wolltet mehr über die Cola wissen? Naja, damit warten wir dann doch noch…allein aus Selbstschutzgründen.

3# Manipulation

Urlaub mit Kind ist anstrengend. Nichts desto trotz sollen und wollen wir mit unserem Reisemäuschen unterwegs sein. Denn wir sind der Ansicht, dass man als Familie reisen sollte! Je länger desto besser. Und Paulina soll bloß nicht auf die Idee kommen, dass Urlaub mit uns Alten uncool sein könnte. Also: Auf Reisen soll sie ganz viele Dinge haben dürfen und unternehmen, die für sie der Hammer sind. Egal ob es sich um besonderes Essen (siehe 2#), Aktivitäten (Spaßbad, Fliegen, Tierparks…) oder sonst etwas handelt. Reisen mit uns soll möglichst unvergesslich sein. Ja, unser Kind darf flügge und erwachsen werden, aber so ein kleines bisschen Manipulation…

Diesen Artikel veröffentliche ich sehr gern im Rahmen der tollen Blogparade „Elternsünden“ der von mir sehr geschätzten Herzmutter. Abonniert ihren Blog und folgt ihr auf Facebook oder Twitter. Es lohnt sich!

18 Kommentare zu “3 Elternsünden im Urlaub

  1. Der dritte Beitrag, den ich von Dir lese – und gleich der dritter Anlass, Dir ein großes Kompliment zu machen und Dir zu danken!
    Ich freue mich auf die nächsten Artikel und darauf, dass auf Deinem Blog sich in Zukunft bestimmt noch mehr Männer finden werden…
    Herzöiche Grüße aus Berlin,
    Alex

    1. Lieber Alex, danke für Deine Kommentare. Die meisten Leser bleiben stille Leser, das finde ich manchmal schade. Ich sehe ja das Verhältnis von Zugriffszahlen zu Kommentaren…Aber wenn ich so an mich selbst denke: Zu Vor-Blogger-Zeiten habe ich niemals kommentiert, auch wenn mir ein Artikel gut gefallen hat. Insofern freue ich mich über steigende Leserzahlen und sehe das als gutes Zeichen. Viele Grüße aus Stuttgart nach Berlin, Christina

  2. Öhm…ich befürchte all diese Sünden werden bei uns auch zwischendurch mal zuhause ausgelebt. Aber meine Kinder sind ja auch schon was Größer. Und wegen der Cola…..die Spanier sind in solchen Dingen ja immer sehr locker drauf. Ich habe ernsthaft schon gesehen wie eine Mutter den Schnuller ihres Babies reintunkte ;). Und sowieso läuft bei denen Tag und Nacht Kika. Ich schwöre…hab ja schließlich nen halbspanischen Sohn ;). GlG, Nadine

    1. Dann willkommen hier in unserer kleinen sympatischen Selbsthilfegruppe 😛 Spaß beiseite. Es tut gut, zu hören, dass ich so allein damit gar nicht bin. Ich habe mal gehört, dass manche Eltern den Schnuller in Bierschaum tauchen??? Was es alles gibt…

  3. Deine „Sünden“ kann ich auch nur unterschreiben!
    Aber ich sehe das alles nicht als verwerflich an. Urlaub ist eine besondere Zeit, die für alle als etwas Außergewöhnliches im Gedächtnis bleibt. Bei uns dürfen die Kinder auch essen,was sie wollen. Auch drei Eis am Tag sind dann normal oder super lange aufbleiben. Na und?
    Leider gibts bei uns viel zu wenig Urlaub! Drum nehmen wir auch die Ferien zu Hause zum Anlass, mal über die Stränge zu schlagen. (Wir freuen uns gerade auf die Sommerferien;-))

    1. Dann bin ich gar nicht so allein…fühlt sich gut an! Ich finde im Übrigen, dass ein Urlaub zuhause auch ganz wunderbar sein kann. Nicht umsonst nenne ich mich in bestimmten Phasen auch mal „Zuhausemeisterei“ 😉 Fahrt Ihr in den Sommerferien dann weg?

      1. Das ist gut, Zuhausemeisterei! Ja, das sind wir meistens und in den Ferien machen wir uns das richtig schön..
        Nein, in diesen Sommerferien klappt es mit dem Urlaub bei uns nicht. Ich hoffe noch auf ein verlängertes Wochenende an der See, mal schauen;-)

  4. Nummer 2 heisst bei uns McD …. Dort gehen wir nur ein- oder zweimal im Jahr hin und nur unter ganz besonderen Umständen, höchstwahrscheinlich auf Reisen. Und zum Glück laufen unsere Jungs auch gern durch Altstädte und schauen sich alte Kirchen an, denn sie wissen, das so etwas auch Spass machen kann. Hauptsache, Mama und Papa haben Zeit für sie.

    1. Liebe Reet, das ist ein guter Ansatz. Man sollte das große Ganze sehen. Also: Wie verläuft ansonsten das Familien- und Urlaubsleben? Ich bin auch sehr dankbar, dass unser Reisemäuschen sich beispielsweise im Spiel mit Wasser verlieren kann, wir viel gemeinsam singen und tanzen oder sie sich über einen kleinen Vogel derart freuen kann, dass ich auch wieder die Minidinge schätzen kann. Und Dein letzter Satz, einfach eine schöne Zeit miteinander zu verbringen, das ist doch das, was die Familie stärkt und schöne Erinnerungen schafft. Herzliche Grüße nach „Tartu-Country“, Christina

  5. Christina, ihr braucht dringend Nachschub zur Reisemaus – mit Geschwistern wird das alles viel einfacher, versprochen 😉 TV mussten wir jedenfalls noch nie anschalten (macht sich beim Camping oder im WoMo auch nicht so gut…) Das mit den Pommes gestehe ich aber auch ein. Irgendwann hat man auch bei Grundschulkindern keinen Bock mehr auf „Koste doch mal, das schmeckt wirklich gut – sieht nur komisch aus…“

  6. Ja, so ganz unschuldig sind wir da auch nicht. 🙂 Mit Grundschulkindern gibt es dann allerdings das Upgrade zu #1: einfach rausscheuchen auf den Spielplatz. Pädagogisch gesehen besser für die Kinder, um 6 Uhr morgens bloß eine Sünde gegenüber den Nachbarn. 😉

    Viele Grüße,
    Lena

    1. Liebe Lena, Upgrade hört sich gut an! Ich versuche No. 1 derzeit dann auszugleichen durch ganz viel tanzen, singen, bauen, lesen & Co. vor lauter schlechtem Gewissen…Und Nachbarn im Urlaub: Pffffft. 😉 Herzliche Grüße, Christina

  7. Klingt super 🙂 Vielen Dank für eure Offenbarung und auch für die Empfehlung 😉 Ihr seid übrigens schon länger auf meiner Blogroll – hier gibt es wahnsinnig viel zu lesen. Und deshalb dachte ich ja immer, ihr hättet keine Elternsünden… schön zu sehen daß es anders ist 😉 Liebe Grüße, Janina

    1. Liebe Janina, wenn das so wirkt, als hätten wir keine Elternsünden, dann liegt es wahrscheinlich nur daran, dass ich die nicht immer preisgeben mag. Ich finde Dich da total mutig. Sollte ich mir mal ein Beispiel dran nehmen. Hat Spaß gemacht, sich an Deiner Blogparade zu beteiligen. Kannst mich nächstes Mal gern wieder anstupsen 😉 Herzliche Grüße aus Stuttgart, Christina

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