Gründe für Reisen mit Kindern

Gründe für Reisen mit Kindern! Allerorten wird propagiert, dass es ganz furchtbar toll sei für Kinder, schon früh zu reisen. Aber warum eigentlich? Hier die Gründe, die mir dazu eingefallen sind. Dabei geht es mir heute nicht darum, warum man gemeinsam als Familie reisen sollte (oder warum nicht). Sondern warum ist es ganz speziell für unsere Kinder wichtig?

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Gründe für Reisen mit Kindern

1. Verstehen, dass ich nicht Mittelpunkt der Welt bin

Ich kann nur von mir aus gehen. Als Kind gab es für mich nur Deutschland und mir war aus unerfindlichen Gründen klar, dass wir der Mittelpunkt der Welt sind. Und ich als Kind meiner Eltern sowieso. Da gab es nichts dran zu rütteln. Geradezu schockiert war ich, als ich bemerkte, dass die für mich normale Ansicht einer Weltkarte auch ganz anders dargestellt werden kann. Beispielsweise mit dem Pazifik in der Mitte. Aber es war auch unglaublich heilsam, beispielsweise nach Paraguay zu reisen und zu merken: Die haben ja auch ihren stinknormalen Alltag, genauso wie ich. So normal es für mich ist, morgens Kaffee zu trinken, so normal ist es dort den Mate-Tee zu schlürfen.

Gründe für Reisen mit Kindern

2. Sprachkenntnisse von Anfang an

Wie schüchtern war ich doch bei meinem Englandaustausch. Ich schämte mich für jedes fremde Wort, das da über meine Lippen kam. Sprache ist allerdings die Grundvoraussetzung, um überhaupt mit anderen Menschen in Kontakt treten zu können. Und wie leicht es mir nach kurzer Zeit fiel. Schließlich WOLLTE ich ja mit meiner Austauschfreundin gemeinsam über Take That schwärmen und diskutieren, welches Kleidungsstück in ihrem Lieblingsladen gut aussieht und warum. Und ich weiß im Nachhinein, dass es mir umso leichter fiel, da ich noch sehr jung und lernfähig war. Ob ich aufgrund dieser Erfahrung vor dem Abitur Englisch als Hauptfach gewählt habe? Wer weiß? Was ich weiß: Meine Englischnote verbesserte sich enorm. Und zwar ohne äußeren Druck, sondern aus einem inneren Antrieb heraus. Auch ein Vorteil, oder? Manchmal wünschte ich, die Zeit zurückdrehen zu können und eine ähnliche Erfahrung auch in Frankreich oder Spanien zu machen. Ich hätte gern im Ausland studiert, einen weiteren Schüleraustausch erlebt oder auch eine richtig organisierte Sprachreise besucht. Wobei ganz schön schwierig ist, herauszufinden, welche man wählen sollte. Dabei hilft am ehesten ein Blick auf die Kooperationen, Auszeichnungen und Anerkennungen des betreffenden Anbieters.

Gründe für Reisen mit Kindern

Gründe für Reisen mit Kindern

3. Selbstbewusstsein

Hängt ein wenig mit den Sprachkenntnissen zusammen. Die Erfahrung, eine Sprache so zu beherrschen, versetzte mir schnell einen Selbstbewusstseinsschub. Ebenso wie die Tatsache, dass ich mich mit dieser Sprache ziemlich unabhängig im großen London zurecht finden konnte. Um beispielsweise die richtige U-Bahn zu erwischen, hatte ich ja keine anderen Chance, als FREMDE Menschen in einer FREMDEN Sprache anzusprechen. Wenn man das als Jugendliche in einer unsicheren Umbruchphase geschafft hat: Wow!

Gründe für Reisen mit Kindern

4. Spaaaaß!

Ja, die 3 eben genannten Punkte klingen doch recht pädagogisch. Nicht unbedingt ein Nachteil. Aber unsere Kinder sollen doch ganz einfach Spaß haben, sich frei fühlen. Ohne Hausaufgaben, Zimmer aufräumen, frühem Aufstehen und Alltag. Neues Ausprobieren, feststellen, was mir vielleicht noch so Spaß macht (Riesenrutschen, Kamelreiten, Muscheln sammeln, fremdes Essen, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung entdecken…) und vielleicht auch ein wenig die Zeit mit den entstressten Eltern genießen 😉

Und welche Gründe fallen Euch ein? Warum findet Ihr es wichtig, dass Eure Kinder unterwegs sind?

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6 Kommentare zu “Gründe für Reisen mit Kindern

  1. Liebe Christina,
    Deine Argument sind super. Ich persönlich habe aber noch eins. Ich reise nicht mit Kindern damit es ihnen unglaublich viel bringt, sondern für mich selbst. Oft werden wir gefragt: Lohnt sich das denn? Werden die kleinen Kinder sich später noch erinnern können? An die Safari, an den Strand, an das Land? Meine Antwort? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht und es ist auch nicht wichtig. Denn wenn sie irgendwann unbedingt eine Safari machen möchten (weil sie sich erinnern oder gerade auch nicht) – fein! Da ist der Flughafen und dort kann man Tickets kaufen… Wir reisen in erster Linie, weil wir Erwachsenen reisen wollen. Dass es den Kids auch noch riesigen Spaß macht, optimiert die Situation und erlaubt uns, großartige Familienmomente zu erleben. Und wenn sie sich eines Tages nicht mehr an den Elefanten erinnern, sondern unbedingt noch einmal einen sehen wollen? Dann ist das auch gut so. Schließlich stehen ihnen noch ein ganzes Leben und eine ganze Welt offen. Und ich? Ich habe den Elefanten dann gesehen 😉
    LG, Claudia

    1. Liebe Claudia, ich danke Dir sehr für Deinen Kommentar. In einigen meiner Artikel kommt diese Haltung ebenso zum Tragen. Ich bin nicht (nur) auf der Welt, um meine Kinder glücklich zu machen, sondern auch, um meinem Leben über meine Familie hinaus einen Sinn und Glück zu verleihen. Ich selbst habe ein Bedürfnis nach Reisen, also versuche ich auch, mein Kind mit diesem Virus anzustecken. Das passiert ganz automatisch. Ich selbst möchte sehr gern tolle Aussichten genießen, mit dem Kanu fahren, Schneeschuhwanderungen unternehmen, mir Wellnessurlaube gönnen und vieles mehr. Und das stoppe ich nicht, nur weil ein neuer kleiner (ganz toller) Mensch in mein Leben getreten ist. Wie glücklich bin ich dann aber in solchen Momenten, wenn ich spüre, dass meine Freude sich auf dieses Mädchen überträgt 🙂 Herzliche Grüße, Christina

  2. Ein schöner Artikel! Ich finde es einfach wichtig, das meine Kinder über den deutschen Tellerrand hinausschauen und sehen wie z.B. Kinder in anderen Ländern so leben. Was nützt es Ihnen wenn ich Ihnen von den hungernden Kindern in Afrika erzähle, sie aber keine Vorstellung davon haben? Meine Jungs haben bereits arme, bettelnde Kinder am Straßenrand in Thailand sitzen sehen. Und ich hoffe, dass sie durch solche Eindrücke schon früh vermittelt bekommen, was für ein Glück sie haben in Deutschland aufwachsen zu dürfen. Mal ganz davon abgesehen, finde ich das die Zwei nach jeder Reise wieder einen Gedankenwachstumsschub gemacht haben, der mich immer erstaunt. Natürlich können sie sich später nicht mehr an die Reisen erinnern. Aber ich glaube das jede getane Reise Ihre Entwicklung enorm beeinflusst. GlG, Nadine

    1. Danke, liebe Nadine für das Kompliment. Das Wort „Gedankenwachstumsschub“ gefällt mir ganz außerordentlich. Ich glaube, das werde ich in meinen aktiven Wortschatz aufnehmen 😉 Herzliche Grüße, Christina

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