Nachhaltiges Reisen: Was ist das eigentlich? Kann ich das?

Nachhaltiges Reisen. Im Zusammenhang mit Tourismus stolpere ich verhältnismäßig häufig über diese Formulierung. Ich will heute mit Euch zusammen verstehen, was der Begriff überhaupt bedeutet und ob das eigentlich geht. Es fehlen sicher viele wichtige Aspekte. Ergänzt sie gern in den Kommentaren.

Ausgangslage: Ich will ein guter Mensch sein!

Mein Wunsch ist, Umwelt und Menschen möglichst wenig Schaden zuzufügen, wenn ich unterwegs bin. Und da fängt es schon an. Am meisten schone ich doch meine Mitwelt, wenn ich zuhause in meinem Kämmerchen hocken bleibe, oder? Ist die Suche nach einem irgendwie gearteten ethischen Reisen nicht Augenwischerei? Will ich nicht meinen egoistischen Reisewünschen damit nur einen Heiligenschein aufsetzen? Wir werden sehen. Zuerst der Versuch einer Definition.

Offizielle Definition „Nachhaltigigkeit“: Nicht mehr verbrauchen als nachwachsen kann!

Laut DUDEN ist die moderne Definition von Nachhaltigkeit das „Prinzip, nachdem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig bereitgestellt werden kann.“

Meines Wissens nach existiert das Wort „Nachhaltigkeit“ in dreierlei Form.
1. ökologische Nachhaltigkeit (Die Ressourcen der Natur schonen)
2. ökonomische Nachhaltigkeit (In finanziell ausgewogenen Verhältnisse leben)
3. soziale Nachhaltigkeit (Friedliches Miteinander)

Bereiche der Nachhaltigkeit beim Reisen: Anreise, Übernachtung & Co

Welche Bereich gibt es auf Reisen überhaupt, bei denen auf Nachhaltigkeit geachtet werden könnte? Wo handeln wir vielleicht nicht nachhaltig und wie sieht eine Alternative aus?

Nachhaltiger Transport

Fliegen ist definitiv die übelste der Reisesünden. Das Umweltbundesamt hat eine Vergleichsrechnung zu den Emissionen verschiedener Verkehrsmittel angestellt und das Unternehmen Atmosfair hat die Ergebnisse in einer Grafik dargestellt. Selbst wenn man davon ausginge, dass das Unternehmen Atmosfair die vorliegenden Daten zu seinen Gunsten interpretiert. So sehr interpretieren lassen sich die Zahlen gar nicht, dass nicht auch so erkennbar ist, dass Fliegen eigentlich Schweinkram ist.
Autofahren ist besser, aber nicht viel. Als Familien können wir uns rausreden, dass unser Wagen besser gar nicht ausgelastet sein könnte. Trotzdem: Nur die zweitschlechteste Variante.
Bahn und Bus sind akzeptabel, allerdings auch hier: Wir blasen Abgase in die Luft, die völlig unnötig sind.

Alternative: Fahrrad fahren, Laufen, Trampen, Mitfahrgelegenheit nutzen

Nachhaltig übernachten

Kritisch wird es ja schon da, wo ich ein Hotel zur Übernachtung wähle. In diesem Moment wähle ich nicht meine ursprüngliche Heimat als Übernachtung, sondern ein Haus, das sozusagen doppelt da ist. Ganz zu schweigen von der Lebensmittel-, Wasser- oder Energieverschwendung. Natürlich gibt es Biohotels zuhauf. Allerdings achten viele Hotels häufig nur in Teilaspekten auf Nachhaltigkeit. Nicht in allen wichtigen Bereichen wie Lebensmittel, Wasser, Abfall, Energie und Klima. Verschafft Euch selbst einen Überblick darüber, welchen entsprechenden Portalen Ihr vertrauen wollt. Beispielhaft seien Biohotels oder Viabono genannt.

Alternative: Konsequente Nachhaltigkeit wäre Couchsurfing. Dort lebe ich übergangsweise in einer Wohnung, die auch ohne meinen Reisewunsch existieren würde, auf Dauer in den meisten Fällen auch zu klein wäre. Dabei würde ich auch Teil der Urlaubsortes werden und nicht jemand, der aus der Distanz das Geschehen betrachtet.

Nachhaltige Aktivitäten

Hier habe ich Bedenken, Euch und mir auf die Füße zu treten. Aber das geht jetzt nicht anders. Im Einklang mit der Natur, Ressourcen schonen, soziale Ausgewogenheit. Tut mir leid, ich glaube nicht, dass das auf Disney World zutrifft. Und auch nicht auf eine Allradtour auf der australischen Sandinsel Fraser Island. Aber auf was trifft es zu? Es sollte eine Aktivität sein, bei der ich möglichst keine unnötigen Emissionen in die Luft puste, kein Grund und Boden versiegelt wird und ich die Menschen und Tiere vor Ort schätze. Das passiert für mich nicht im Loro Park auf Teneriffa. Wobei ich mir hier unsicher bin. Werden hier Tiere geschützt? Dieser Artikel von Bruder Leichtfuß lässt mich daran zweifeln. Oder im Rahmen von Shows der Aborigines in Australien. Könnte man argumentieren, die Kultur werde aktiv praktiziert und so am Leben gehalten? Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken, insofern enthalte ich mir ich eines abschließenden Urteils.

Alternative: Wandern, Kanufahren, Begleitung von Einheimischen bei Ihren täglichen Aktivitäten, essen in lokalen Restaurants oder bei einer Couchsurfingfamilie kochen. Lesetipp: Nachhaltig Reisen als Familie – TIPP 1: Heimat als Urlaubsziel

Mein Dilemma: Autofahren und Fallschirmspringen macht Spaß

Ich mag Kanufahren sehr und liebe Biolebensmittel. Ich habe kein Problem damit, mich vegetarisch zu ernähren und habe enormen Spaß an der Umrundung des Bodensees per Fahrrad gehabt. Ich lerne gern Menschen vor Ort kennen und von Zeit zu Zeit finde ich Couchsurfing sehr inspirierend. ABER: Roadtrips vermitteln mir ein Gefühl von Freiheit und Fallschirmspringen war ein Kick, den ich nicht vergessen werde. Und ich liebe von Zeit zu Zeit einfach auch sehr gehobene Hotels, in denen es sicherlich recht schwierig ist, alle ökologischen Aspekte zu berücksichtigen.

Fazit: Ein guter Menschen sein, wo man ein guter Mensch sein kann

BerlinMitteMom hatte vor kurzem auf Facebook einen Spruch veröffentlicht, der zusammenfassend sagt: Wir sollten da versuchen, gute Menschen zu sein, wo wir es können. Und nicht gutes Handeln an einer Stelle lassen, nur weil wir es nicht durchgängig schaffen. Auf gut deutsch: Wenn ich rauche, darf ich ruhig Vegetarier sein und muss es nicht „zur Strafe“ lassen.

Mache ich es mir damit zu einfach? Habe ich mir damit ein künstlich gutes Gewissen gebastelt, um ruhig schlafen zu können vor einen Langstreckenflug? Vermutlich schon etwas, trotzdem will ich – so gut ich es eben kann – Nachhaltigkeit im Blick behalten. Und Ihr dürft mir gern auf die Füße treten, wenn ich davon abkomme. Im Gegenzug verspreche ich Euch, mir Mühe zu geben, Euch auf diesem Blog Anregungen zum nachhaltigen Reisen zu geben.

Mich würden Eure Gedanken zu diesem Thema interessieren…

22 Kommentare zu “Nachhaltiges Reisen: Was ist das eigentlich? Kann ich das?

  1. Liebe Ulrike,

    nachhaltig Reisen kann niemand perfekt umsetzen. Das braucht es auch nicht. Ich war mal eingefleischter Autofahrer. Nun bin ich umgestiegen auf die Bahn und seitdem hat sich mein Leben sehr „entschleunigt“. Ich war überrascht. Der Fahrstress ist weg. Ich habe unterwegs Zeit zum Lesen und kann mich auf mein Reiseziel vorbereiten. Es gibt im Nahbereich interessante Ziele die ich noch nicht kenne. Ich möchte nachholen was es in Deutschland und im Alpenraum zu sehen gibt. Wissen welche Reiseaktivitäten der Umwelt besonders schaden kann sich jeder aneignen. Es gibt viele Möglichkeiten sich etwas „nachhaltiger“ zu verhalten, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Der Wandel kann nur vom Gast kommen. Wenn die Nachfrage nach nachhaltig orientierten Reiseangeboten steigt, dann stellen sich die Anbieter darauf ein.

    HG Andreas

    1. Hallo Andreas, ich denke, Du hast da einen ganz guten Ansatz ergänzt. Wenn ich mich nicht geißeln muss, sondern wirklich Lust auf Nahziele bekomme, neige ich ja – bezogen auf diesen einen Aspekt zumindest – automatisch ohne Zwang zum nachhaltigen Reisen. Wenn ich es versuche, perfekt umzusetzen, dann kann ich fast nur scheitern. Danke für Deinen durchdachten Kommentar und schön, dass mit Dir ein nachhaltig reisender Uckermarkliebhaber hier bei mir gelandet ist 😉 Christina

  2. Hallo Christina,
    herzlichen Dank für diesen exzellenten Artikel!
    Wir haben Verantwortung für alles, was wir tun. Das bedeutet auch, dass wir sehr sorgfältig über Reisen an sich und über unser Reiseverhalten nachdenken sollten.
    Ich glaube nicht, dass Reisen zu einem Selbstzweck werden darf – Reisen um des Reisens Willen ist schon deshalb illegitim, weil Reisen ohne weiteren Zweck keine Balance zulässt, wie sie die Maximen von Nachhaltigkeit fordern.
    Dieses Thema fordert von uns – das hast Du sehr gut beschrieben – eine ständige Abwägung. Ich habe den Eindruck, dass viele von uns eher sehr „nachsichtig“ mit sich selbst umgehen: diese Stimmen propagieren nur allzu oft den Spaß, der nicht fehlen darf, die Grenzen, die zu überwinden sind, die Kicks, auf die wir nicht verzichten möchten…
    Spätestens das Reisen mit Familie sollte uns einen grundsätzlichen Zusammenhang klarmachen:
    da unser Reiseverhalten – und seine negativen Folgen – mittlerweile spürbare Konsequenzen für die Generation unserer Kinder und die nachfolgenden Generationen haben wird, dürfen wir uns unseren Nachsicht mit uns selbst ruhig häufiger verkneifen. Oder?

    1. Hallo Alexander, und bei Deinem Kommentar fasse ich mir (und vermutlich andere Leser auch) selbst an die eigene Nase. Der Drang danach, die Welt da draußen zu entdecken, auch Kicks zu suchen, teilweise auf Kosten der Natur und Bevölkerung, ist einfach sehr stark. Und die Angst, etwas verpassen zu können ebenfalls. Andere Nationen streben danach, einmal nur Deutschland besuchen zu dürfen. Die saftigen grünen Wälder, die wunderbare Kultur mit Burgen und romantischen Altstädten. Warum nehmen wir das oft so selbstverständlich hin? Und um Deine Frage zu beantworten: Ja, wir SOLLTEN uns die Nachsicht manchmal verkneifen. War aber rhetorisch gemeint, ne? LG, Christina

  3. Dein Artikel stimmt mich zum Nachdenken. „Ausgangslage: Ich will ein guter Mensch sein“. Wer will das wirklich so bewusst? Man kann die Uhr nicht zurück drehen und in steinzeitlicher Einheit mit der Natur leben. Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich gerne fliege und das Land meiner Träume nur mit dem Flugzeug erreiche?
    Aktivitäten der Einheimischen mitmachen? Weinlese in der Provence? Fische angeln….Oder was? Das ist doch eine Sozialromantik,die unehrlich ist. Die harte Arbeit, die die Einheimischen in manchen Ländern erledigen, will doch gar keiner: 16 Stunden T-Shirts nähen in der Fabrik, Reis pflanzen, wirklich 10 Stunden Wein ernten, Gurken pflücken, Straßen pflastern…
    Große moderne Hotels können in manchen Gegenden Vorbild sein, weil diese sich leisten können, eine Müllverbrennungsanlage und ein Klärwerk zu unterhalten.
    Die Darbietungen der Einheimischen schaffen Freude und Sympathie. Man lernt als Tourist etwas über die fremde Kultur und öffnet sich überhaupt der fremden Kultur und damit eventuell auch für die Sorgen und Probleme. Genauso Zoos: Nur was man kennt, kann man lieben und schützen. Zoos bieten die Gelegenheit zum Kennenlernen..
    Ich bin gegen Extreme wie die Rallye Paris Dakar oder Tiefschneeskifahren, In die letzten unberührten Dörfer im Himalaya oder im Amazonas-Dschungel zu reisen ist schädlich und wenig nachhaltig.
    Insgesamt bin ich nach den oben genannten Kriterien ein schlechter Mensch. Das bin ich gerne und ohne schlechtes Gewissen.

    1. Liebe Ulrike, danke für Deine Gedanken. Ich habe bei meinem Ansatz versucht, ganz grundsätzlich an die Nachhaltigkeit heranzugehen. Natürlich können wir die Zeit nicht zurück drehen, das ist auch sehr gut so. Dennoch: ganz ehrlich. Ich möchte ein guter Mensch sein. Ganz bewusst. Über die Definition, was das sein könnte, würde es sich fast lohnen, einen ganzen Artikel zu verfassen. Und eine wirklich abschließende Antwort dazu habe ich auch nicht. Aber das ist für mich kein Grund, es nicht trotzdem sein zu wollen. An welcher Stelle liest Du den Artikel so, dass Du durchs Fliegen ein schlechter Mensch bist? Viele Grüße,
      Christina

  4. Das mit der Nachhaltigkeit ist in der Tat eine komplizierte Sache. Nachhaltig für wen denn? Eigentlich macht der Begriff nur im Zusammenhang mit Unternehmen, oder Städteentwicklung, z.B. Sinn. Da geht es tatsächlich darum, soziale, umwelt und finanzielle Aspekte unter einen Hut zu bekommen. Als Reisender kann man vielleicht umweltfreundlich, oder verantwortungsvoll unterwegs sein, aber nachhaltig? Was ist an couchsurfing nachhaltig? Wir machen das seit vielen Jahren (www.bewelcome.org wäre die europäische Alternative, klein aber fein).

    Sehr viele Jobs und dadurch Gemeinden hängen am Tourismus, der als solcher weder schlecht ist, noch zu bremsen sein wird. In jeder Stadt (bei unserem Projekt GreenCityTrips.com geht es um Städte) gibt es pfiffige, spannende umweltfreundliche Unterkünfte und Touren oder Aktivitäten – ohne gleich auf den Spass und Komfort verzichten zu müssen!

    1. Danke für Deine durchdachten Worte, Florian! Ich bin zwar auf dem Sprung zwischen zwei Reisen nur kurz daheim, will mir trotzdem aber kurz die Zeit nehmen für Dich. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ taucht an den wunderlichsten Stellen auf. Vor kurzem habe ich ihn im Zusammenhang mit „Inkontinenzprodukten“ entdeckt beispielsweise. Ich verstehe nachhaltig als eine bewusste Art des Reisens, die ohne Scheuklappen auch die Menschen vor Ort, die Umwelt und meine eigene Persönlichkeitsentwicklung im Blick hat. Also das Gegenteil von „Fast-Food-Reisen“. Verstehst Du, was ich meine? Liebe Grüße,
      Christina

  5. Auch, wenn sich das jetzt vielleicht komisch anhört – ich finde Reisen mit dem Wohnmobil sehr umweltfreundlich. Ja, ich weis, das Womo stinkt nach Diesel und man „schleppt“ eine große eckige Kiste dauernd durch die Landschaft. ABER, der Wohnraum ist so klein, dass man automatisch an allem spart. Es ist schnell geheizt, meist reicht die Energie der Solarpanele für die ganze Familie aus (Klar, Timo, die Batterien sind auch hier vorhanden). Wir sparen sehr an Wasser, und somit natürlich auch an Abwasser, spülen die Toilette nicht nach jedem Pinkeln mit 10 l Trinkwasser nach. Vor allem bei Langzeitreisen – die wir oft unternehmen – sparen wir so sehr viel Energie. Daheim müssten wir ein ganzes Haus heizen und putzen!
    Ja, und das Thema Kinder und Lernen kommt dann auch noch dazu. Schulen sind nicht umweltfreundlich. Das Lernen in und mit der Natur schon 🙂
    liebe Grüße

    Gabi

    1. Liebe Gabi, wenn ich Deinen Kommentar so lese, bekomme ich gleich wieder Lust auf eine längere Reise! Aber: Wärst Du daheim geblieben, hättest Du nur das Haus zu bewirtschaften. Unterwegs Haus (wenn auch vermindert) UND Womo. Oder? Es ist wohl nicht möglich, wirklich nachhaltig zu reisen, nur den Schaden möglichst zu begrenzen, den wir durch unser Fernweh ausgelöst, anrichten…Herzliche Grüße aus Stuttgart, Christina

  6. Ich finde, nachhaltiges Reisen hat auch eine pädagogische Komponente: Wir bemühen uns etwa, beim Reisen unseren Kindern einen Eindruck von der Welt zu vermitteln; der globalen Vernetzung, der vielfältigen Ungerechtigkeiten, von denen wir als Erste Welt profitieren, aber auch davon, dass Menschen überall auf der Welt Menschen sind, egal was sie nun essen oder zu welchem Gott sie beten. Das ist für mich ein wichtiger Teil der Bildung zum Weltbürger und ich wiege das (evtl auch augenwischend..) schon ein Stück weit gegen die CO2-Belastung eines Langstreckenflugs auf.
    Ideal sind meines Erachtens sowieso lange Reisen; man kann langsam machen, lokale Verkehrsmittel nutzen usw. Ich freue mich immer, wenn ich Familien entdecke, die solche Reisen wagen.

    LG
    Jenny

    1. Danke, Jenny. Das Thema ist wirklich sehr umfassend. Je mehr ich geschrieben habe, umso mehr habe ich gemerkt, was da eigentlich noch dazu gehört. Beispielsweise der soziale Aspekt – Du nennst es pädagogisch. Lange Reisen! Definitiv. Ob ich Jeden Monat ein bis zwei Kurztrips unternehme oder wenige Male im Jahr (oder sogar nur einmal) eine lange Zeit in einem fremden Land verweile. Das ist ökologisch betrachtet ein riesiger Unterschied. Bei einer sehr langen Reise lohnt dann auch eine lang andauernde Anreise beispielsweise per Zug, die dann die eigene Ökobilanz noch weniger versaut. Viele Grüße, Christina

  7. Ein richtig guter Artikel – großartig! Neben Trampen und Couchsurfen gehe ich zum Beispiel auch gerne Segeln, was ja auch eigentlich nachhaltig ist. Allerdings… schwere Batterien mit richtig gefährlichen Flüssigkeiten speichern die Energie aus den Solarzellen, die ja auch eigentlich nachhaltig sein sollen, bei deren Bau allerdings wiederum seltene Bodenschätze verbraucht werden… Man kann nicht perfekt sein. Aber man kann sich selber und sein Handeln reflektieren – und sich dann überlegen, auf was man verzichten möchte und auf was nicht.

    1. Dein letzter Satz bringt es auf den Punkt, Timo. Allerdings gehe ich beim „sich selbst und sein Handeln reflektieren“ immer auf einem schmalen Grad entlang. Immer zwischen Selbstgeißelung und Selbstverarsche (sorry, aber manches gehört drastisch ausgedrückt). Dein Artikel zum Thema Zoos und Delphinarien hat ja auch diesen Aspekt in sich. Hat mich sehr angesprochen.

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