Kulturschock in Vietnam als Familie? – 5 Tipps für Euch

Jetlag Deluxe! Absurder Geruchsflash! Chaotische Verkehrsverhältnisse! Enorme Lautstärke! Und dann noch Kinder im Schlepptau. Wer als Familie eine Asienreise plant, dem schwant, was da so auf die kleine Reisetruppe zukommen könnte. Und hat mit der Vorahnung nicht unrecht. Deshalb zeige ich Euch, was wir in den ersten Tagen in Hanoi erlebt haben und wie wir den allergrößten Kulturschock in Vietnam als Familie gut vermeiden konnten.

Unsere Packliste Vietnam mit Kindern

1. Das erste Hotel bereits im Vorfeld planen

Kulturschock in Vietnam als Familie

Müde aber recht entspannt dank vorgebuchtem Hotel (sieht schicker aus, als es war. Das ist die “instagramfähige” Hotellobby ;-))

Im Laufe unserer Vietnam-Reise wurden wir immer spontaner und wussten teilweise erst wenige Stunden vorher, in welche Richtung wir überhaupt weiterreisen wollten. Unser erstes Hotel in Hanoi (auf Anfrage nenne ich gern den Namen, war ganz ok) allerdings hatten wir bereits aus Deutschland gebucht. Extratipp: Bucht eine Kategorie höher als Ihr zuerst wollt. Die Bilder sehen meist luxuriöser aus als die Realität. Vietnamesen haben einen anderen Anspruch an Sauberkeit und Komfort. Sobald Ihr den Flughafen verlasst, werdet Ihr verstehen, was ich damit meine.

2. Erstes Essen in einem Restaurant gegen den Kulturschock in Vietnam als Familie

Kulturschock in Vietnam als Familie

Bun Bo Nam Bo. Im gleichnamigen Restaurant in Hanoi.

Klar, auch wir haben mehr und mehr in Garküchen unsere Mahlzeiten zu uns genommen. Aber gerade mit Baby haben wir uns bei der ersten Mahlzeit einfach auf eine Empfehlung eines Kollegen von Sven verlassen. Gute Entscheidung. Super lecker. Authentisch. Und dennoch von einer Menge Touristen umgeben, um sich nicht direkt zu Beginn völlig wie die Tiere im Zoo zu fühlen. Das kam noch früh genug. Zudem war dies gleich eines der leckersten Gerichte, das wir auf unserer gesamten Reise versucht haben. Vielleicht, weil es das erste war? Wer weiß?

3. Tempel ja – zu exotisch nein: Jadeberg-Tempel im Hoan-Kiem-See

Kulturschock in Vietnam als Familie

Der Jadeberg-Tempel. Wunderschön auf der Insel im Hoan-Kiem-See mitten in Hanoi.

Kulturschock in Vietnam als Familie

The-Huc-Brücke zum Jadeberg-Tempel: Ein beliebtes Fotomotiv. Vor allem sich selbst fotografieren Vietnamesen gern darauf.

Auch der buddhistisch-taoistisch-konfuzianische Religionsmix kann ganz schön überfordern. Der Jadeberg-Tempel im Hoan-Kiem-See ist ein wunderschönes Fotomotiv, eine Touristenattraktion und bietet einen Einstieg light in die verrückte Kultur Vietnams. Und das ist nur ein Beispiel: Besucht das tolle ethnologische Museum. Ein Wasserpuppentheater. Genießt die Orte, an denen Ihr bereits viel über das Land lernt. Die aber touristisch genug sind, um langsam anzukommen und den Kulturschock in Vietnam als Familie zu vermeiden.

4. Geführte Street-Food-Tour

Kulturschock in Vietnam als Familie

Pho Bo an einer Garküche probieren.

Wer sich nicht bereits im Vorfeld ausführlich mit den kulinarischen Spezialitäten Vietnams auseinander gesetzt hat, traut sich eventuell nicht recht an die Garküchen heran. Eine kleine geführte Street-Food-Tour kann da die Hemmschwelle überwinden. Eine deutschsprachiger Guide nimmt Euch die Entscheidung ab, welchen Straßenständen Ihr trauen könnt und welchen nicht. Gibt Euch Tipps, auf was Ihr achten müsst, um Magen-Darm-technisch keine Überraschungen zu erleben. Und ich verspreche Euch: Damit kommt Ihr so richtig auf den Geschmack.

5. Viel Zeit einplanen

Kulturschock in Vietnam als Familie

Zeit vertrödeln im Tien Quang Park Hanoi. Kostet ganz wenig Eintritt und bietet Auftanken in ruhiger und grüner Umgebung.

Kulturschock in Vietnam als Familie

Am Straßenrand Kaffee trinken und beobachten. Besser als Kino.

Der Klimaschock gerade im Winter von europäischer Kälte zu dämpfiger asiatischer Schwüle. Die Zeitverschiebung. Das macht total langsam. Im Kopf und im Körper. Nehmt Euch viel Zeit, auch einfach die direkte Umgebung der Unterkunft zu erkunden. Lasst die Kinder auf einem örtlichen Spielplatz tollen und testet dazu einheimische Getränke. Viet Coffee, so gut! Trödelt in den Tag hinein. Bummelt über einen Markt und entdeckt neue Früchte. Und zwar nicht alles hintereinander. Plant einfach nur den Vormittag und guckt, was dann passiert. Wenn Ihr uns während unserer Reise auf Instagram gefolgt seid, habt Ihr gemerkt: In Hanoi haben wir zu Beginn wirklich viel Zeit verbracht. Je Reisetag haben wir übrigens ein Instagram-Bild hochgeladen.

Für uns war dieser langsame Einstieg über mehrere Tage genau richtig.

Wo wir dann Frosch probierten, als Europäer richtige Highlights waren und einen tatsächlichen Kulturschock in Vietnam als Familie erlitten. Dazu mehr in einem weiteren Artikel.

Unsere gesammelten Tipps zu Vietnam als Familie!

Habt Ihr weitere Tipps, die anderen helfen könnten, den Kulturschock in Vietnam als Familie abzumildern?

6 thoughts on “Kulturschock in Vietnam als Familie? – 5 Tipps für Euch”

  1. So ähnlich haben wir das auch gemacht – allerdings am anderen Ende von Vietnam, in Saigon! Diese Stadt erschien uns im Vergleich tausendmal krasser als Hanoi, wäre daher vielleicht besser, man setzt sie ans Ende eines Vietnam-Trips. (Wobei – bereut haben wir unsere Reiseroute von Süd nach Nord eigentlich nie…)

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Das ist ein guter Hinweis. Ich habe in meinen Entwürfen noch einen Artikel mit dem Thema “In Hanoi oder Saigon starten?” Diese Frage stellt sich ja vermutlich fast jeder, der nach Vietnam reist. Außer die, die in Da Nang starten. Also die Chinesen und Russen ;-D Liebe Grüße zurück, Christina

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